Nach unserem Beitrag „Äpfel für Kinderfest gesucht“ (12. August) hat sich laut Moster Ralf Linse aus Dietlas zum Beispiel Reimund Hopf aus Langenfeld bei ihm gemeldet. Und zwar mit dem Hinweis, dass Streuobstbäume auf dem ehemaligen Werragold-Gelände in Langenfeld Früchte tragen. Denn Ralf Linse braucht zum Saftpressen im Rahmen des Kinderfestes des Handels- und Gewerbevereins Bad Salzungen (HGV) 100 bis 200 Kilogramm Äpfel, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion Anfang August berichtete. Diese Menge soll nun am Donnerstag, 5. September, 8 Uhr, an fünf bis acht Bäumen mit Hilfe von etwa 25 Mädchen und Jungen der Salzunger Werratal-Regelschule in Langenfeld geerntet werden. Der Moster hatte seinen Angaben zufolge selbst mit der Schule diesbezüglich Kontakt aufgenommen und demnach sofort Zuspruch erhalten. Ein Gespräch mit HGV-Geschäftsstellenleiterin Kerstin Lindemann habe wiederum wegen des Zuganges zum Langenfelder Streuobstgelände zum Kontakt mit der Stadtverwaltung Bad Salzungen geführt, sodass der Apfelernte für das Saftpressen zum HGV-Kinderfest am Sonntag nichts mehr im Wege stehe. Sogar ein TV-Team habe sich für die Aktion unter dem Motto „Erhalt durch Nutzung“ angekündigt. Schließlich gehe es um die Streuobstwiesen als Südthüringer Kulturlandschaft. „Wenn keiner Saft aus den Äpfeln macht, interessiert sich keiner für die Bäume“, meint Ralf Linse, der letzte Moster im Wartburgkreis. Für nächste Woche hätten sich bereits weitere Kinder für eine zweite Ernte in Langenfeld angekündigt.
Kinderfest Schüler ernten Streuobst
Mirco Robus 03.09.2024 - 09:00 Uhr