Kinderfest Grundschule Tiefenort Ein Hoch auf die neuen Anlagen

Werner Kaiser

So lange kein Kinderfest, und so viel zu feiern: An der Tiefenorter Kantstraße machte die Grundschule musikalisch und sportlich richtig Bambule, um den Kindertag und die neuen Anlagen gebührend zu würdigen.

An der Krayenberg-Grundschule in Tiefenort mit ihren momentan 105 Schützlingen konnte nach der gefühlt endlos langen Pause der internationale Kindertag wieder öffentlich und bei prächtigem Wetter gefeiert werden; da kamen sie aber geströmt, die Eltern, Großeltern, Geschwister sowie ehemaligen Schüler und Pädagogen, um mit der aktuellen Belegung an Erst- bis Viertklässlern und ihren Lehrern den Nachmittag zu verbringen. Und ein mächtig gewaltiges Sahnehäubchen machte die Sache rund: Nachdem am Vormittag schon die Kleinfeldanlage übergeben worden war, konnten im Rahmen des Kinderfestes alle im Umfeld der Schule an der Kantstraße neu entstandenen Spiel- und Sportanlagen in Besitz und Benutzung genommen werden. „Es konnte keine bessere Gelegenheit geben“, sagte Schulleiterin Sibylle Nürnberger

Nach der Werbung weiterlesen

Das war schon eine fröhliche musikalische Einleitung wert, und alle Schülerjahrgänge legten ihre Inbrunst in den Gesang; drei Akkordeon-Eleven sorgten mit „Old McDonald has a Farm“, „Freude schöner Götterfunken“ und „Cancan“ für die instrumentale Abteilung. Dann ließ die Schulleiterin den Werdegang der nun zu feiernden Verbesserungen Revue passieren. Über die entsprechenden langgehegten Wünsche war schon lange beratschlagt und auch die Heimatzeitung informiert worden. Der Schulförderverein unter Vorsitz von Nadine Krug fasste 2019 den Entschluss, einen gehörigen Batzen des benötigten Geldes selbst aufzutreiben. Mit den Schülern wurde ein Sponsorenlauf vorbereitet. Die jungen Sportler suchten sich unter Verwandten, Bekannten und Gewerbetreibenden ihre persönlichen Mäzene und vereinbarten einen Modus für die Finanztransaktion. Am 30. September 2019 war es im traditionsreichen Kaffeetälchen so weit: Unterstützt von den Kali-Werra-Fußballern, angefeuert von einem begeisterten Publikum wurden Runden über Runden absolviert. Am Ende kam ein stolzer Betrag von 12 635,05 Euro zusammen. Weitere Unterstützung war erforderlich. Bad Salzungens Bürgermeister Klaus Bohl, der stets ein offenes Ohr hatte, und der für Liegenschaften zuständige Florian Müller waren maßgeblich beteiligt, das brachliegende, für das Projekt benötigte Nachbargrundstück rechtlich zu übertragen. 2021 lagen auch die beantragten Fördermittel bereit, regionale Planungsbüros und Baufirmen konnten ans Werk gehen. Insgesamt wandte der Förderverein für Planungen, Gründungs- und Erdarbeiten, die Rutsche und die Kletteranlage knapp 18 000 Euro auf. Hinzu kam vom Wartburgkreis das Kleinsportfeld, auf dem zum Kinderfest mit Unterstützung der Fußballpaten gleich von vier Mannschaften ein Turnier ausgetragen wurde.

2022 war ein erheblicher Teil der Sponsorenläufer nicht mehr an der Schule, aber Sibylle Nürnberger hielt ihr Versprechen und lud sie alle schriftlich zur Einweihung ein. Ihr Dank ging auch an Ortsteilbürgermeisterin Christine Thiel und den Tiefenorter Ortsteilrat, an den Verein für Senioren Tiefenort mit seiner Vorsitzenden Regina Zwanzig („Ihr könnt uns immer zu einem Auftritt einladen.“) und an das Patenbataillon aus der Werratalkaserne. Und Bad Salzungens ehrenamtlicher Beigeordneter Ralf Tonndorf, der zum Kindertag noch eine Finanzspritze des Bürgermeisters vorbeibrachte, nahm ebenfalls dankbare Grüße mit. Nach der Schulleiterin kam der Chor noch einmal zu Wort: „Fühl dich stark, auch wenn du noch klein bist“ und „Ein Hoch auf uns“ waren die richtigen Titel, um Schüler, Lehrer und Gäste in ein buntes Treiben unter dem Motto „Sport, Spiel und Spaß“ zu entlassen. Neben dem Fußballturnier boten Rutschröhre, Büchsenwerfen und Klettergerüst den Kinderfest-Hauptpersonen genug Möglichkeiten; durch den Rost und das so reichlich wie bunt offerierte Kuchenangebot wurden die Kalorien wieder ausgeglichen – natürlich auch bei den übrigen Gästen. Ein Flohmarkt war ebenfalls aufgebaut, und Nadine Krug informierte über die Arbeit des Fördervereins, denn, so hatte Sibylle Nürnberger dem Publikum mitgeteilt, der kann dringend noch Verstärkung gebrauchen; es gibt durchaus weitere denkbare Projekte wie etwa einen Schulgarten mit Hochbeeten.