Kinder- und Jugendsportpreis Tolle Kooperationen geehrt

Berit Richter
Strahlende Sieger: Beim TTC Großbreitenbach freut man sich über die Auszeichnung mit dem Thüringer Kinder- und Jugendsportpreis. Foto: Privat

Der TTC Großbreitenbach zählt zu den Gewinnern des Kinder- und Jugendsportpreises des Thüringer Sports. Gewürdigt wird damit die Zusammenarbeit mit den Schulen

Großbreitenbach - Den Tischtennis-Club und die Grundschule Großbreitenbach verbindet eine enge Kooperation, die sich zum Beispiel im Tischtennistraining als Ergänzungsstunde und in Sporttagen während der Ferien äußert. Auch die Schnupperkurse im Rahmen des Sportunterrichtes werden gut angenommen. Darüber hinaus besteht seit drei Jahren eine Arbeitsgemeinschaft Tischtennis in Verbindung mit der Gemeinschaftsschule und es werden Schulmeisterschaften durchgeführt. Im Bereich Inklusion sind aktuell zwei Jugendliche mit Handicap in den Trainingsbetrieb im Kinder- und Jugendbereich des TTC integriert.

All das würdigten der Landessportbund und das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport mit dem Kinder- und Jugendsportpreis des Thüringer Sports. Eigentlich hatten die Großbreitenbacher diese Auszeichnung schon im letzten Jahr erhalten, coronabedingt konnte aber erst jetzt die Übergabe stattfinden.

Insgesamt wurden unter dem Motto „Tolle Kooperationen Schule – Sportverein gesucht“ zehn zukunftsweisende Kooperationen von Sportvereinen mit Grund-, Gemeinschafts- oder Regelschulen geehrt. Darunter waren auch der SV Ilmtal Manebach und Grundschule Stützerbach für ihre bereits seit 1989 bestehende enge Zusammenarbeit. So unterstützt der Verein die Schule bei der Ausrichtung von Sportfesten, der Aktion „Stärkster Schüler“, Crossläufen oder den Schulmeisterschaften im Sommerrodeln auf der Rennschlittenbahn „Wolfram Fiedler“ in Ilmenau. Die Wettkämpfe nutzt der Verein auch gleich zur Sichtung und Gewinnung von Teilnehmern für die zweimal in der Woche stattfindenden Arbeitsgemeinschaften. Die größten Talente bekommen im Verein eine weitere Förderung bis zur Aufnahme ans Sportgymnasium Oberhof. So konnte in den vergangenen zwei Jahren jeweils eine Sportlerin dorthin delegiert werden.

Landesportbund und Ministerium würdigen mit dem Preis Angebote zur sinnvollen Freizeitbeschäftigung für den Altersbereich bis 14 Jahre, mit denen Interesse für eine lebenslange sportliche Betätigung geweckt und neue Mitglieder für die Vereine gewonnen werden können. „Die Angebote durch die Sportvereine innerhalb oder nach dem Unterricht ermöglichen Schülern den Zugang zu einem aktiven Lebensstil, denn zwei Stunden Schulsport pro Woche reichen nicht aus, um den Bewegungsmangel im Alltag auszugleichen. Zugleich können Ganztagsschulen ihr Programm qualitativ aufwerten. Vereine finden neue Mitglieder und Talente“, erklärt dazu LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel. Eine sechsköpfige Jury hatte über die Gewinner des insgesamt mit 8000 Euro dotierten Kinder- und Jugendsportpreises entschieden.

 

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