13. Keramikmarkt 56 Töpfer brennen für Römhild

Es ist für jeden Geschmack etwas dabei – beim Keramikmarkt in Römhild. Foto: frankphoto.de/Bastian Frank

Der Gleichbergstadt Römhild steht ein buntes Wochenende ins Haus. Samstag und Sonntag wird sie wieder zum Mekka für Keramikliebhaber werden, denn der 13. Keramikmarkt steht auf dem Programm.

Römhild - Wie wär’s am Wochenende mit einem Markt-Besuch? Es ist Keramikmarkt-Zeit in der Töpferstadt Römhild. Es ist der 13., den der Förderverein Internationales Keramiksymposium Römhild e.V. organisiert. Und mit dabei sind 56 Keramiker. Töpfer und Vereinsmitglied Markus Weingarten und Vereinsvorsitzender Michael Knie erzählen, dass die Keramiker aus ganz Deutschland kommen – von Mecklenburg-Vorpommern, Bremen über Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt bis nach Baden-Württemberg oder Bayern ist nahezu jedes Bundesland vertreten. Alle Jahre wieder könnte man sagen, denn der Stamm der Keramiker ist Jahr für Jahr der gleiche. Ein harter Kern sozusagen – 60 bis 70 Prozent. „Das ist gewollt, denn es gibt viele Kunden, die Dinge nachkaufen wollen. Da ist der Römhilder Keramikmarkt eine gute Adresse“, sagt Michael Knie. Doch es kommen jedes Jahr auch ein paar Neue. Und so bietet der Markt in Römhild tönerne Vielfalt: Bewährtes, aber auch Abwechslung. Die Besucher erwartet ein bunter Markt – nicht nur, was die Farben der Keramiken angeht, die angeboten werden.

In diesem Jahr wird er auch wieder in gewohnter Weise stattfinden. Nur eine Hygieneregel muss jeder einhalten: Es herrscht auf dem gesamten Gelände Maskenpflicht. Dafür dürfen sich die Besucher überall frei bewegen und müssen sich nicht wie im vergangenen Jahr an nur einen Eingang halten. Nein, diesmal kann der Keramikmarkt von drei Seiten her erreicht werden: Ein Eingang ist von der Griebelstraße aus zu finden. Der zweite befindet sich an der Sparkasse – und der dritte Zugang ist vom öffentlichen Parkplatz am Kindergarten aus in Richtung Glücksburg zu finden.

Um das Stadtschloss herum – aber auch in ihren Höfen geht’s am Samstag und am Sonntag jeweils ab 10 Uhr um den guten Ton. Viele Keramiker haben ihre Stände wieder unter den großen Parkbäumen aufgebaut. „Diesen Bereich für den Markt zu nutzen, war aus der Not geboren worden“, erinnern sich die Organisatoren. Damals, als im Schloss gebaut wurde. Doch aus einer Not ist ein perfekter Standort geworden. Keramiker wie Besucher genießen’s unter dem grünen Blätterdach. Gäste sollten sich Zeit nehmen, durch den Schlosspark schlendern – überall wird etwas zu entdecken sein. Und zu hören, denn auch Straßenmusiker sind unterwegs.

Markus Weingarten und Michael Knie sind voller Vorfreude. Klar sei es auch viel Arbeit für den Verein und alle, die mithelfen, doch es sei auch sehr schön, Keramiker aus allen Himmelsrichtungen in der Töpferstadt begrüßen zu können. Weingarten, der selbst auch einiges für den Markt gebrannt hat, freut sich beispielsweise auf den Austausch mit seinen Berufskollegen. Dazu wird am Samstagabend Gelegenheit sein.

Tagsüber aber stehen die Stände und der Verkauf im Fokus. Und wer beim Schauen und Bummeln hungrig wird, für den gibt’s auch etwas. „Unser Angebot ist ähnlich wie im Oktober 2020 zum 12. Keramikmarkt: Bratwurst, hausgebackener Kuchen, Kaffee, Mediterranes, Käse“, zählt Michael Knie auf – und ergänzt, dass in diesem Jahr ein großes Weinzelt aufgestellt werden soll. Fränkische Weine gibt’s dort. Und was passt besser zum Wein als Fisch? Den haben die Römhilder Angler im Angebot. Auch sie sind alle Jahre wieder mit von der Partie. Allerdings ist der Versorgungsbereich klar abgetrennt. „Es gibt nichts Schlimmeres, als neben einem Imbiss seine Töpferwaren zu verkaufen“, weiß Markus Weingarten. Aus dieser Erfahrung heraus achten die Römhilder Organisatoren auf solche Feinheiten. Apropos Feinheiten: Bei der Keramik ist wichtig, dass sie nicht industriell produziert, sondern Handwerkskunst ist. Und bei der Versorgung legen die Organisatoren Wert darauf, dass die Produkte aus der Region kommen. Das gelte für alles – von Wurst über Fisch bis zum Bier. Die gesamte Region hat etwas vom Markt. Auch die einheimischen Gewerbetreibenden, denn sie öffnen am Sonntag ihre Geschäfte.

Ab Donnerstagabend wird aufgebaut, doch der Großteil der Keramiker reist am Freitag an. Bei den Organisatoren ist die Vorfreude groß. Sie sind gespannt, was der 13. Thüringer Keramikmarkt bringt. Und ebenso gespannt dürfen die Besucher sein.

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