Keinen Nachfolger gefunden Seniorenverband stellt Tätigkeit ein

Luca Schmidt
Prominenter Besuch: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow mit dem Seniorenverbands-Vorsitzenden Thilo Emmelman Foto: Heiko Matz

Feste, Veranstaltungen, Treffen: All das organisierte der Seniorenverband im Wartburgkreis. Weil sich kein Nachfolger für den Vorsitzenden gefunden hat, stellt der Verein seine Tätigkeit zum Jahresende ein.

Nach knapp 31 Jahren des Bestehens stellt der Seniorenverband Wartburgkreis seine Tätigkeit zum 31. Dezember 2022 ein.

Hatte man vor ungefähr einem Jahr noch optimistisch den 30. Jahrestag des Bestehens gefeiert, sieht nun die Realität ganz anders aus. Über 100 Mitglieder – mehr Frauen als Männer – zählt der Verband. Der Verein, welcher ehrenamtlich von älteren Menschen geleitet wird, organisiert seit mehreren Jahren Feste und Veranstaltungen für Senioren und Seniorinnen und leistet wichtige Arbeit für ältere Menschen.

Kein Nachfolger gefunden

Am 19. November 1991 gründete sich die Ortsgruppe Bad Salzungen des Bundes der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen (BRH), welche im Jahr 2011 das Fundament für die Bildung des Seniorenverbandes Wartburgkreis bildete. Mit eigener Satzung und eigenem Vorstand, als eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein hat man damals die Vereinsarbeit fortgeführt und weiterentwickelt.

Aufgrund der Corona-Pandemie kam die Vereinsarbeit jedoch nahezu zum Erliegen. Es fanden keine Veranstaltungen und Feste für die Senioren mehr statt. So entfielen auch die Neuwahlen des Vorstands. Zudem musste ein Nachfolger für den gesundheitlich angeschlagenen Vorsitzenden Thilo Emmelmann gefunden werden. „Es hat sich jedoch kein Kandidat gefunden“, sagte er. Im August habe es noch einmal eine Mitgliederversammlung gegeben mit dem Ziel, einen Nachfolger zu finden. Aber auch das blieb aussichtslos. Somit habe man sich dazu entschieden – beziehungsweise es habe keine andere Wahl gegeben –, die Tätigkeit zum Jahresende einzustellen.

Bis zum 31. Dezember gehe die Vereinsarbeit aber noch ganz normal weiter, erklärte Thilo Emmelmann.

 

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