Keine Spur vom Fahrer Schwer demoliertes Auto in Eisfeld gefunden

Ein schwerer Unfall und keine Spur vom Fahrer: In Eisfeld wurde ein vollkommen demoliertes Auto gefunden.

Eisfeld/Heldburg. Ein BMW war am Samstagmorgen offensichtlich von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich mehrfach überschlagen, bevor es in einem Eisfelder Wasserdurchlass auf dem Dach zum Liegen kam. Vom Fahrer fehlte erst einmal jede Spur.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilt, handelte es sich bei dem Fahrer um einen 19-Jährigen. Er war in der Straße  Eichgraben i unterwegs und im Einmündungsbereich zum Gutsweg  von der Straße abgekommen. So  fuhr in einen Bachlauf, der fünf Meter tief liegt. Dabei überschlug sich das Fahrzeug und blieb auf dem Dach liegen. Er und sein Beifahrer blieben unverletzt.

Anstatt den Unfall zu melden, flüchteten die beiden, das Auto wurde von einem Fußgänger entdeckt. Der 19-Jährige war wohl sehr betrunken gewesen. Die Polizei konnte ihn nach ein paar Stunden ermitteln und ihnen „schlug auch noch Stunden später nach dem Unfall ein starker Alkoholgeruch entgegen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,93 Promille“, heißt es im Polizeibericht.

Die anderen Fälle

An diesem Wochenende war er nicht der einzige im Landkreis Hildburghausen, der es beim Feiern hat krachen lassen und danach mit einem Fahrzeug gekracht ist.

Am späten Freitagabend  befuhr eine 53-jährige Toyota-Fahrerin  die Hirschendorfer Straße in Eisfeld in Richtung B 281. Aus ungeklärter Ursache geriet sie in einer leichten Rechtskurve nach links von der Straße ab und fuhr über eine angrenzende Wiese weiter.

Beim Auffahren auf die B 281 verfehlte die Fahrzeugführerin die Auffahrt und kam im Straßengraben an einem Wasserdurchlauf zum Stehen. Die Frau stand laut Polizeibericht unter erheblichem Alkoholeinfluss – 1,61 Promille –  und besaß zudem keinen Führerschein. Dieser wurde ihr bereits aufgrund einer ähnlichen Vortat entzogen.

Ebenfalls am Freitagabend  wurde in Heldburg eine 41-jährige Fahrzeugführerin kontrolliert. Hierbei fiel den Polizisten  Alkoholgeruch auf,  die Fahrzeugführerin musste sich einem Atemalkoholtest unterziehen. Dieser ergab einen Wert von 0,72 Promille. Die Frau  muss nun mit einem Bußgeld und Fahrverbot rechnen. Die Weiterfahrt wurde ihr verboten.

Bis zum Idiotentest

In Deutschland gilt seit  2007 ein Absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger in der Probezeit sowie vor Vollendung des 21. Lebensjahres. Wird dagegen verstoßen,  wird das als schwerwiegende Zuwiderhandlung eingestuft und mit einer Geldbuße von 250 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet, was wiederum zur Anordnung der Teilnahme an einem Aufbauseminar (Kosten: etwa 300 Euro) und zur Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre führt.

Ab 1,1 Promille spricht man von  absoluter Fahruntüchtigkeit. Das ist eine  Verkehrsstraftat, die den Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate nach sich zieht. 1,6 Promille  oder zweimaliges Fahren unter Alkoholeinfluss erzwingt eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (im Volksmund Idiotentest) vor einer Neuerteilung der Fahrerlaubnis.

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