KCK-Fest in Kloster Klöst’rer Sommernarrentraum

Juliane Schmidt
Vereinspräsident Christopher Pexa. Foto: Bernd Schwarze

Nach zwei Jahren Pandemie holt der Karneval Club Kloster (KCK) Verpasstes nach und feiert in seiner Geburtsstätte Kloster ein großes Sommerfest für Freunde, Fans und Mitglieder.

Ein Wochenende in Rot-Weiß sollte es werden, denn das sind die Vereinsfarben des KCK, auf die man stolz ist, die man zwei Jahre nicht gesehen hat und die man nun wieder zum Leuchten bringen wollte. In Kloster ist der Karneval seit vielen Jahren Tradition, und die funktioniert nur, wenn sie gepflegt und im immer wiederkehrenden Rhythmus vollzogen wird. In zwei Jahren Pandemie blieb da einiges auf der Strecke. Veranstaltungen mussten immer wieder abgesagt oder verschoben werden und ein wirkliches Vereinsleben wollte so auch nicht aufkommen. „Wir sind in einen Dornröschenschlaf gefallen“, formulierte es Christopher Pexa, Präsident des Karnevalvereins, in seiner Eröffnungsrede. Doch der Dornenhecke in Form von fehlenden Trainingsmöglichkeiten, gerade für Kinder und Jugendliche, wurde getrotzt und auch der rettende Prinz nahte, als sich die Stadt Bad Salzungen und der Ortsteil Kloster offen für eine Veranstaltung auf dem Klöst’rer Dorfplatz zeigten.

Dornröschenschlaf beendet

Ein ganzes Wochenende durfte gefeiert werden, um den nicht ganz 100-jährigen Dornröschenschlaf endlich zu beenden. Der Freitag startete mit ordentlich Wumms und Bässen. Mit EinfachGeilEvents fand man den richtigen Partner, um vor allem das Jungvolk nach Kloster zu locken und die Nacht durchzutanzen. Anfänglich noch etwas verhalten, ließ sich die Menge aber dann mitreißen und brachte den klöst’rer Dorfplatz sprichwörtlich zum beben. Der Samstag stand ganz im Zeichen des KCK und seiner Vereinsfarben Rot und Weiß. Nicht umsonst betitelte man das Ganze als „rot-weißen Sommernarrentraum“. Der Dorfplatz erstrahlte nach der vorangegangen Partynacht an jeder Ecke in den Vereinsfarben. Tische wurden liebevoll eingedeckt und auch Platz für eine Tanzfläche wurde gelassen, denn nicht nur der KCK selbst trug zum Programm bei, nein, auch an diesem Abend sollten und durften die Gäste gern wieder selbst das Tanzbein schwingen. Doch zuvor gab es die Highlights aus dem Showprogramm des Karneval Club Kloster zu sehen, bei dem von Tanz bis Gesang alles dabei war. Die Funkengarde machte traditionell den Anfang mit einem klassischen Gardetanz, was bei 30 Grad Außentemperatur schon beim Zusehen zu Schweißperlen auf der Stirn führte, gefolgt von der Präsidentengarde, die das Publikum mit ihrem Showtanz nach Bollywood entführte und damit für die exotische Note im Programm sorgte. Auch die Frankensteinlerchen zeigten mit zwei Auftritten die Bandbreite ihres Könnens und begaben sich zunächst als Piratenbräute auf große musikalische Abenteuerreise, um dann als freche Verführung im roten Kleid ihren Auftritt zu beenden.

Mit Blick auf das Jubiläum

Zu einem fulminanten Ende brachten das Showprogramm schließlich die Diamonds und das Männerballett, die zusammen als Baywatch das Publikum nach Malibu entführten und die gefühlte Außentemperatur damit eher noch mal nach oben rissen, statt als Bademeister für Abkühlung zu sorgen. Alles in allem ein sehr gelungenes und kurzweiliges Bühnenprogramm, das die Zuschauer anschließend ordentlich zum Schwofen animierte. Am Sonntag wurde mit einem zünftigen Frühschoppen und den Suhltaler Musikanten gestartet, um das Wochenende mit einem KCK-Kinderprogramm schließlich abzurunden.

Der Karneval Club Kloster hat damit gezeigt, dass man sich aus dem Pandemieloch durchaus wieder hochziehen kann und dass eine gewachsene und über die Jahre eng verflochtene Vereinsstruktur es auch ohne große Verluste durch zähe Zeiten schafft, was in der heutigen Gesellschaft selten geworden ist. Nun heißt es aber nicht etwa „Füße hoch legen“ für den KCK, denn man plant fest damit, im November wieder mit dem regulären Karneval zu starten – und der Karneval Club Kloster begeht in dieser Saison bereits sein 55. Jubiläum, das groß mit allen Fans, Freunden und Vereinsmitgliedern gefeiert werden soll.

 

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