Katholische Kirche Rhön Auf dem Weg zu „St. Familia“

Die Gründung einer neuen, großen katholischen Pfarrei im Felda- und Werratal ist einen großen Schritt vorangekommen. Ein neuer gemeinsamer Name ist bereits gefunden.

  Foto: Bistum Fulda

Die drei katholischen Kirchgemeinden „St. Peter und Paul“ Dermbach, „St. Elisabeth“ Vacha und „Mariä Himmelfahrt“ Zella/Rhön sollen zum 1. Januar 2024 zu einer großen katholischen Pfarrei zusammengelegt werden (wir berichteten). Mittlerweile ist der Neugründungsprozess ein ganzes Stück vorangekommen.

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Die Gläubigen wurden am Pfingstwochende in Gottesdiensten über den aktuellen Stand informiert.

„Bei aller Unterschiedlichkeit der Richtungen, der Wege und der Entscheidungen im Leben unserer Kirche in Deutschland dürfen wir das Vertrauen haben, dass sich in unserer derzeitigen Phase des Umbruchs auch in unserem Bistum in all unserem Tun letztlich auch das Wirken des Heiligen Geistes zeigen wird, selbst wenn dies heute für die zukünftige Gestalt unserer Kirchengemeinden noch nicht in allem sichtbar ist. Auch aus dieser pfingstlichen Perspektive heraus sind nun seit Anfang Februar die Mitglieder der sogenannten Steuerungsgruppe aus den Gremien unserer drei Pfarrgemeinden Vacha, Dermbach und Zella in einem ersten Zwischenschritt hin zur Pfarrei der Zukunft gemeinsam auf dem Weg zu einer Neugründung einer Pfarrgemeinde im Felda- und Werratal unterwegs“, erläutert Administrator Andreas Bieber. „Im Rhythmus monatlicher Zusammentreffen in den verschiedenen Kirchorten wurden dabei bisher schon viele wichtige Sachverhalte diskutiert und erste Entscheidungen getroffen.“

Die Steuerungsgruppe setzt sich zum einen aus den Vertreterinnen und Vertretern der Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte zusammen: aus Vacha Regina Püschel (VR) und Wilfried Erbert (PGR), aus Dermbach Sibylle Kölzner (PGR) und Rainer Heumüller (VR), aus Zella Thomas Bräutigam (PGR) und Rudolf Weber (VR). Ergänzt wird die Steuerungsgruppe durch die hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiterinnen Heike Rasche und Lioba Smettan sowie die beiden Pfarrer Benjamin Agbara und Andreas Bieber, angeleitet durch ein Team der kirchlichen Organisationsberatung des Bistums.

Die Treffen verlaufen in konstruktiver und vertrauensvoller Atmosphäre und die Mitglieder sind zuversichtlich, das gesteckte und engagierte Ziel der Neugründung zum 1.  Januar 2024 zu verwirklichen.

„Als neue Kirchengemeinde auf großer Fläche wollen wir als Pfarrfamilie in den kommenden Jahren zusammenwachsen. So wurde als Name der neuen Pfarrei unter mehreren Vorschlägen schließlich ,St. Familia im Felda- und Werratal’ gewählt“, informiert Andreas Bieber. Zukünftige Pfarrkirche werde die Kirche St. Peter und Paul in Dermbach, „wobei die Patrozinien der jeweiligen Kirchen natürlich erhalten bleiben“. Das zentrale Pfarrbüro wird ebenso wie der Sitz des Pfarrers und der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen aufgrund der zentralen Lage und der räumlichen Gegebenheiten in Dermbach sein. An den bisherigen Pfarrbürostandorten in Zella und Vacha werden weiterhin nach Bedarf Sprechzeiten angeboten.

Seit 1. Mai wohnt Pfarrer Benjamin Agbara im Pfarrhaus in Dermbach und ist dort schon jetzt als alleiniger Seelsorger für die drei Pfarrgemeinden zuständig. Pfarrer Andreas Bieber wird weiterhin bis zu den Neuwahlen der Gremien im Frühjahr 2024 die Administration (Verwaltung) der am Prozess beteiligten Pfarrgemeinden übernehmen. Eine neue, der personellen Situation und den Wegstrecken angepasste Gottesdienstordnung wurde erarbeitet und wird zum 1. Juli umgesetzt.

Weitere wichtige Themen wie Finanzen und Immobilien werden in den kommenden Treffen der Steuerungsgruppe bis zum Jahresende behandelt.

„Mit der Veröffentlichung der ersten Ergebnisse an Pfingsten verbinden wir den Wunsch, dass diese auch in möglichst vielen Gruppen und Kreisen besprochen und diskutiert werden, um auch auf diese Weise gute Wege zur Umsetzung und Konkretisierung im Leben unserer Gemeinden zu eröffnen“, so Pfarrer Bieber. Bei Fragen zum Prozess könnten sich die Gläubigen auch jederzeit an die Vertreter der Steuerungsgruppe oder an ihr Pfarrbüro wenden.

Der Administrator resümiert abschließend: „Aus dem Geist des Pfingstereignisses heraus und den bisherigen Erfahrungen der Zusammenarbeit habe ich im Blick auf unsere Pfarrgemeinden das feste Vertrauen, dass die vielfältigen Veränderungen unserer Zeit, seien sie finanzieller, personeller oder struktureller Art, die in den nächsten Jahren noch auf unsere Gemeinden zukommen werden, uns letztlich auf einem Weg führen, auf dem wir auch in Zukunft Gottes Geist und seine Gnade erfahren können. Auch dann, wenn auf dem Weg kommender Neugründungen immer wieder Entscheidungen getroffen werden müssen und es auch weiterhin Veränderungen geben wird.“