Eine späte Entschuldigung
Der heutige Chef der Betreibergesellschaft, Arrigo Giana, hatte kurz vor Prozessende die Hinterbliebenen öffentlich um Entschuldigung gebeten. In einem Brief, der von der Tageszeitung "Corriere della Sera" veröffentlicht wurde, schrieb er: "Lasst uns das Schweigen brechen."
Wie Millionen Andere habe er das Geschehen damals vor dem Fernseher verfolgt. "Ich fragte mich immer wieder, wie es möglich war, sich nicht sofort für das Geschehene zu entschuldigen. Eine weitere unverständliche Wunde." Angehörige begrüßten die Entschuldigung - auch wenn sie sehr spät komme. Eine Sprecherin der Angehörigen, Egle Possetti, begrüßte das Urteil gegen Castellucci. Die Entscheidung des Gerichts sei "nachvollziehbar".