Karlsruhe/Erfurt - Mit einer aktuellen Entscheidung zur Sterbehilfe lässt das Bundesverfassungsgericht der Beihilfe zum Suizid in Deutschland deutlich mehr Raum als der Bundesgesetzgeber das zuletzt getan hatte - und löst damit ganz unterschiedliche Reaktionen aus. Dass die höchsten deutschen Richter in Karlsruhe am Mittwoch entschieden hatten, das Verbot organisierter Angebote zur Sterbehilfe verletze den Einzelnen in seinem Recht auf selbstbestimmtes Sterben, sei für ihn als bekennenden Christen mit einem "ganz großen Störgefühl verbunden", sagte zum Beispiel der Grüne-Fraktionsvorsitzende Dirk Adams. Zwar wolle er nicht sagen, dass das Urteil des Bundesverfassungsgerichts falsch sei. Eine solche Aussage stehe ihm nicht zu. Trotzdem finde er die Entscheidung moralisch falsch.
Karlsruhe/Erfurt Sterbehilfe-Urteil sorgt für Debatte in Thüringen
Sebastian Haak 27.02.2020 - 07:48 Uhr