Karate Thüringer Olympiastarter wird Bundestrainer

Karate-Ass aus Thüringen: Noah Bitsch. Foto: /Jan Woitas/dpa

Noah Bitsch kümmert sich ab sofort um die besten deutschen Karate-Talente. Der Waltershäuser wird Nachwuchs-Bundestrainer.

Manchmal gehen die Dinge im Sport schneller als gedacht: Eigentlich hätte Noah Bitsch, Weltklasse-Karateka vom Verein Bushido Waltershausen und Teilnehmer an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio, nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn einen Landestrainerposten in Thüringen übernehmen sollen. Den üblichen Einstiegsschritt auf der Trainer-Leiter hat der 32-Jährige jedoch übersprungen und kümmert sich stattdessen ab sofort als Bundestrainer um die wichtigen Nachwuchsaltersklassen U18 und U16 – also diejenigen Athletinnen und Athleten, die vor dem Sprung in den Erwachsenenbereich stehen.

„Jetzt warte ich darauf, dass ich bald von der Leine gelassen werde“, sagte Bitsch, der die Sportart quasi mit der Muttermilch aufgesogen hat. Die Wurzeln seiner Familie liegen im südhessischen Odenwald, von wo aus Mutter Bianca und Vater Klaus mit den Kindern 1991 nach Waltershausen umzogen. Dort eröffneten sie ein Sportstudio und gründeten den Verein, was gleichbedeutend mit dem Beginn einer Erfolgsgeschichte und der endgültigen Verankerung Thüringens auf der Karate-Landkarte war. „Ich bin seit der U14 bei der Nationalmannschaft dabei. Ich kenne das alles und freue mich auf die Herausforderung“, sagte Bitsch und beantwortete die Frage, was man demnächst vom deutschen Nachwuchs erwarten können, wie folgt: „Einiges.“

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