Es sei eine Unruhe in ihm gewesen, die er letztendlich als Ruf Gottes begriffen habe. „Ich kann ja nicht immer im Vaterunser beten ,Dein Wille geschehe’ und dann nicht auf Gott hören, wenn er ruft“, sagt der 35-Jähringe. Nach dem Abitur hatte für ihn sowohl das Theologie- als auch das Kirchenmusikstudium große Zugkraft. „Ich hatte mich für die Kirchenmusik entschieden, weil ich finde, dass es leichter ist, mit Gottes Wort an die Menschen heranzukommen, wenn es vertont ist, wenn es gesungen wird. Musik öffnet Zugänge ganz anders als das Wort allein.“ Ein anderer Aspekt war, dass Sebastian Schmuck in seiner Jugend so tolle Pfarrer kennengelernt hatte, dass er vor diesem Beruf größten Respekt hatte und meinte, dass er ihn vielleicht nicht ausfüllen könne. Da fragte er sich schon: „Kannst du das oder hängst du nur wie ein Kleiderbügel im Talar?“