Kampfmittelbeseitiger im Einsatz Vermeintliche Munition entpuppt sich als Zaunpfosten

In der Straße „An der Steinach“ wurde der verdächtige Gegenstand ausgemacht. Foto: privat

Einen aufregenden Nachmittag dürften die Einwohner Hüttensteinachs am Samstag erlebt haben. Gut drei Stunden lang war unklar, ob ein Anlieger auf seinem Grundstück ein Kampfmittel entdeckt hat. Am Ende konnte Entwarnung gegeben werden.

Hüttensteinach - Der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Erfurt musste am Samstag in den Landkreis Sonneberg ausrücken. Das bestätigt die Polizei auf Nachfrage von Freies Wort.

Gegen 13.45 Uhr sei die Meldung eingegangen, dass ein Anlieger des Sonneberger Stadtteiles Hüttensteinach bei Grabungsarbeiten auf dem heimischen Grundstück einen Gegenstand im Boden entdeckt habe, der nur schwer zu identifizieren gewesen sei. Weil der Anwohner nicht habe ausschließen können, dass es sich nicht um ein Kampfmittel handelt, kontaktierte dieser die Polizei. Doch auch den hinzugerufenen Einsatzkräften – darunter auch die Feuerwehr – sei es wohl aufgrund des verwitterten und korrodierten Zustandes nicht möglich gewesen, den Gegenstand ohne Weiteres zu bestimmen, woraufhin der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Erfurt verständigt wurde.

Gegen 15.30 Uhr seien laut Polizei Evakuierungsmaßnahmen umgesetzt und einige Wohnhäuser vorsichtshalber geräumt worden. Doch hätten die hinzugerufenen Experten aus der Landeshauptstadt nach Eintreffen vor Ort recht schnell festgestellt, dass es sich um einen einfachen Gegenstand, der schon länger Zeit dort gelegen hat, gehandelt habe – genauer gesagt um eine gusseiserne Verzierung eines Zaunpfostens.

Um 16.50 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Alle Anwohner kehrten in ihre Häuser zurück. Zu Verzögerungen oder Ausfällen an der parallel zur Straße An der Steinach vorbeiführenden Bahnlinie der Südthüringen Bahn sei es nach Auskunft der Polizei innerhalb des Einsatzes nicht gekommen.

 

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