Kaltenwestheim In Gemeinschaft mit der Schule

Wieder gibt’s was Neues an der Grundschule Kaltenwestheim – hier bewahrt man nicht nur Traditionen des Ortes, sondern entwickelt sich immer weiter. Das zeigt man gern.

Die Kinder konnten es kaum erwarten, die neue – erst am Vortag vom TÜV freigegebene – Rutsche in Beschlag zu nehmen, die Hortnerin Monique Walter und Hausmeister Andreas Matz in vielen Stunden konstruiert und gebaut hatten. Damit ist das schöne Freigelände um eine Attraktion reicher, sie konnte am Freitag zum Tag der offenen Tür gestürmt werden. Doch auch im Inneren gibt es Neues: Einen Speiseraum, der jetzt modern „wie im Steakhouse“ ist, wie Schüler Matheo feststellte, mit neuem Fußboden, neuem Mobiliar und frischen Farben. Innerhalb des letzten Jahres wurde dieser Raum umgestaltet, dank Unterstützung der Sparkasse Hessen-Thüringen (zu der man nach dem Gewinn des Titels Energiesparmeisters Thüringen kam) sowie mithilfe des Fördervereins und der Initiative von Mathias Schmidt: 10.000 Euro Förder- und Lottomittel erreichte man so für die Schule. Katrin Mischorr, die die Schule mit 105 Kindern, drei weiteren festen Lehrkräften, einer Abordnung, zwei Hortnerinnen und einer Referendarin leitet, zeigte sich sehr dankbar für alle Initiativen.

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Monique Walter und Andreas Matz sind die „Erfinder“ und Erbauer des Rutschenturms. Foto: Iris Friedrich

Neugierig auf alles, was mit ihrer traditionsreichen Schule zusammenhängt, waren nicht nur die Kaltenwestheimer selbst, sondern auch Eltern aus anderen Orten sowie Kaltennordheims Bürgermeister Erik Thürmer, Vizebürgermeister Uwe Möllerhenn, Ortsteilbürgermeister Jan Engel, Kreistagsmitglied Steven Gutmann, der frühere Ortsteilchef Harald Heim sowie Nico Jahn, Vertreter der VR-Bank Fulda und Stadtrat. Auch Vertreter der Vereine, die Kooperationspartner der Schule sind, wurden herzlich begrüßt. Erik Thürmer, Uwe Möllerhenn und Steven Gutmann interessierten sich auch als Kreistagsmitglieder dafür, wie sich die Schule Kaltenwestheim präsentierte. Die Schulnetzdiskussion ist bekanntlich noch nicht beendet. Und so nutzte der Förderverein den regen Besuch dieses Tages auch, um Argumente und Statements für den Erhalt dieser kleinen, feinen Schule zu sammeln. Gern standen viele dabei mit Namen und Gesicht zu ihrem Wort.

Gelegenheit auch für ein Treffen der jetzigen und der früheren Schulleiterin: Katrin Mischorr und Cornelia Spörer. Foto: Iris Friedrich

Die Grundschule zeigte sich als ein Ort, in dem Lernen Spaß macht, in dem man den Kindern etwas für ihr ganzes Leben mitgibt und der beweist, wie schön und erfolgreich es ist, fest im Dorf verankert zu sein.

„Die Welt gehört dem, der sie genießt“ war das Motto des Tages, das phantasievoll und engagiert umgesetzt wurde – nicht nur in dem kleinen Programm zum Auftakt. In diesem gab der frisch gegründete Chor der Klassen 1 und 2 unter Leitung von Sophia Müller sein gelungenes Debüt und die Theater-AG unter Leitung von Laura Mischorr erfreute mit einem Stück über Stress bei Weihnachtsmann, Osterhase & Co. Die Zweitklässler ließen über Redewendungen, die mit Essen und Genießen zu tun haben, staunen.

Warum die Schule bleiben muss? Dazu hat Karin Engel eine klare Meinung. Foto: Iris Friedrich

Immer mittendrin im Geschehen: Jens Hartmann, abgeordneter Lehrer an der Schule, als Eule verkleidet. Als Eulen war die ganze Schule bekanntlich im Umzug zum Karnevalsjubiläum dabei – nicht ganz von Ungefähr kennt man das Tier ja als „weise“. Wie die Kinder in Kaltenwestheim weise und fähig für ein gutes Zusammenleben werden, ließ sich in den Klassenräumen und im Hort anschauen – und auch mitmachen. Musizieren, mit moderner Technik interagieren, miteinander sprechen, dazu und zu noch viel mehr gab es Gelegenheit.

Bei einer Aktion des Fördervereins für die Kinder, Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Getränken erlebten viele einen mutmachenden Tag der offenen Tür.