Kaltensundheim Petersgärten nur noch für Anwohner frei

Die Straße vor dem Rhön-Gymnasium in Kaltensundheim ist nicht mehr für jedermann befahrbar. Und es gibt weitere Verkehrs-Änderungen im Dorf: Tempo 30, rechts vor links.

Die Petersgärten sind nicht mehr für jedermann befahrbar – wie früher vor dem Neubau schon. Foto: Iris Friedrich

Zu Beginn dieser Woche haben sich einige Verkehrsteilnehmer die Augen gerieben – oder es vielleicht gar nicht bemerkt, dass es Veränderungen in den Verkehrs-Vorschriften in einem Teil von Kaltensundheim gibt? Eingerichtet ist nun eine 30-er-Zone, die die Friedensstraße, den Grasweg, die Straße der Befreiung und die Kreuzung Petersgärten/Siegenborn betrifft, also die Dorfseite linkerhand der Mittelsdorfer Straße (Richtung Kaltenwestheim) und rechterhand der Bundesstraße (ortsauswärts Richtung Reichenhausen). Am auffälligsten dürfte wohl sein, dass nun die Petersgärten – wie es vor deren Neubau schon war – nicht mehr von der Hauptstraße (Mittelsdorfer Straße) aus befahren werden dürfen, nur noch Anlieger sind dazu berechtigt. Nach dem Straßen-Neubau war bekanntlich die Verkehrsführung in beide Richtungen und für jedermann erlaubt worden.

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Ein 30er-Konzept für ganz Kaltensundheim hatte das damals noch eigenständige Dorf seit 2017 in unzähligen Beratungen beschäftigt – mit dem Zusammenschluss mit der Stadt war das Thema etwas in Vergessenheit geraten und wurde 2023 so ziemlich komplett „beerdigt“. Jedenfalls, was die damals angeregten Veränderungen im Dorf-Bereich linkerhand der Bundesstraße (aus Richtung Kaltennordheim) betrifft. Geldeinsparungen, weil man bei einer möglichen 30er-Zone keine (Vorfahrts-)Schilder mehr benötigte, waren damals die Ursprungs-Intention gewesen. Doch gab es am Ende zu viele Bedenken wegen der dann gültigen verwirrenden Neuregelungen. „Die Vernunft hat sich damals doch durchgesetzt“, kommentiert Ortsteilratsmitglied Uwe Möllerhenn.

Nun war nach Drängen aus dem Ortsteilrat das Thema zumindest für den Bereich rechts der Bundesstraße 285 wieder auf die Tagesordnung gekommen. Verwaltung und Polizei haben die Umsetzung in die Wege geleitet. Es gilt also ab sofort Tempo 30 in Grasweg, Petersgärten und Friedensstraße. Mit der gedrosselten Geschwindigkeit soll die Sicherheit erhöht werden. In den Petersgärten, die nun nur noch für Anlieger befahrbar sind, sollte die Regelung wieder weniger Betrieb bringen. Doch, so sagt Uwe Möllerhenn, ist die Beschilderung noch nicht richtig zu Ende gedacht: Es fehle noch eine Zufahrtsberechtigung für Anwohner von der einen Seite her.

Was für die Verkehrsteilnehmer nun noch beachtenswert ist: Mit der 30er-Zone gilt in diesem Bereich jetzt grundsätzlich rechts vor links an Kreuzungen. Gewohnheitsfahrer – besonders beim Abholen der Kinder vom Rhön-Gymnasium – müssen sich sicher erst auf die neuen Vorschriften einstellen. Hinweise darauf, dass die Verkehrsführung geändert wurde, gibt es an den entsprechenden Schildern als Zusatz, um insbesondere in der Umstellungsphase auf die Neuheiten aufmerksam zu machen.