Ihren Augen nicht trauen wollten die Bewohner einiger Stadtteile von Kaltennordheim, als sie am vergangenen Freitag nach ihren Gelben Tonnen schauten: Das mit der Leerung beauftragte Unternehmen Remondis hatte sich offenbar ein lustiges Spiel einfallen lassen. Ein paar Tonnen in den Straßen waren geleert, andere blieben stehen. Betroffen war nicht nur die Kernstadt Kaltennordheim selbst, sondern auch Fischbach, Klings und Kaltenlengsfeld, wie die Ortsteilbürgermeister berichteten. Es wurden einzelne Tonnen geleert, andere blieben stehen. Das Muster, nach dem die Mitarbeiter von Remondis vorgingen, bleibt rätselhaft. Die „Roulette-Runde“ setzt einen weiteren Höhepunkt bei der Entsorgung der Gelben Tonnen, die schon seit Monaten und in vielen Orten im Landkreis in der Kritik steht. Die Andenhäuser Ortsteilbürgermeisterin Stefanie Gorzize zum Beispiel kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft sie die Ansprechpartner der Firma versucht hat zu kontaktieren – weil der Ablauf nicht klappte und die Anwohner nicht wussten: Tonnen stehen lassen, weil die Entsorgung nachgeholt wird, oder wieder aufs Grundstück holen, weil bis zum nächsten Termin eh nichts passiert und die Tonnen – insbesondere bei Winterdienst-Bedingungen – nicht als Hindernis stehen bleiben können.
Kaltennordheim Roulette-Runde bei den Gelben Tonnen?
Iris Friedrich 02.02.2026 - 14:30 Uhr