Kaltennordheim Ohne die Kleinen nur halb so schön

In Kaltenwestheim und Kaltennordheim erwies sich wieder einmal: Die Kids aus Grundschule und Kindergarten sind wichtige Stützen fürs kulturelle Leben in der Rhön.

Kurz vor den Weihnachtsferien veranstaltete die Staatliche Grundschule Kaltenwestheim in der bis auf den letzten Platz gefüllten Laurentius-Kirche ein erfolgreiches Weihnachtskonzert. Die Klassen 1 bis 4 zeigten, was sie an Weihnachtsliedern sowie Gedichten im Musik- und Religionsunterricht und in der Theater-AG eingeübt haben. So bekam jede Klasse mindestens einen Auftritt und ihren wohlverdienten Applaus. Auch Solisten traten auf: Klara Rommel (Klasse 2) und Sophia Strauß (Klasse 4) spielten Klavier, Enni Dittmar (Klasse 2) sowie Dora Gottbehüt (Klasse 2) auf der Gitarre. Besonders emotional wurde es, als Schulleiterin Katrin Mischorr das Wort an die Schulgemeinschaft richtete. Sie entzündete für die vor Kurzem verstorbene und geschätzte Kollegin Katrin Schmidt eine Engelskerze. „Sie hinterlässt prägende Spuren und wir werden sie nie vergessen“, dankte Katrin Mischorr berührt. „Sie würde sagen: Macht weiter so! Und genau das tun wir.“

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Ein Highlight war der Auftritt der Theater-AG, geleitet von Laura Mischorr. Die Klassen 3 und 4 führten ein modernes, lustiges Märchen auf. Richard Tischer als Richter bereitete den ungehorsamen Märchenfiguren Hänsel (Raphael Fleischmann), Gretel (Alina Walter), Prinz (Leonardo Matthes) und Rotkäppchen (Marie Möller) für den versuchten Mord an Supermanny (Finn Hübner) den Prozess und verurteilte sie zu Dschungelcamp oder Big Brother.

Hinter dem Konzert stehen viele Wochen Vorbereitung und Organisation. Daher dankt man den Eltern, dem Förderverein, der Freiwilligen Feuerwehr, besonders Tommy und Anne Hohmann, der Kirchgemeinde und Egon Strauß für die Organisation der Technik herzlich. Im Anschluss kamen Eltern und Gäste im geschmückten Kirchhof zusammen. Neben Bratwurst, Steak, Glühwein und Kinderpunsch gab es auch einen Adventsbasar mit liebevoll gebastelten Geschenken. Der Erlös kommt dem Förderverein der Grundschule und der Deutschen Krebsstiftung zugute, damit diese Krankheit hoffentlich bald besiegt werden kann.

Eine wunderbare und stimmungsvolle Seniorenweihnachtsfeier erlebten zahlreiche ältere Bürger im festlich geschmückten Bürgerhaus Kaltennordheim – und auch sie wurden von Kindern begeistert. Die Veranstaltung, die längst zur schönen Tradition geworden ist, bot ein abwechslungsreiches Programm und herzliche Begegnungen.

Für einen besonders lebendigen Auftakt sorgten die Vorschulkinder der „Wilden Pferde“ aus dem Haus der Entdecker. Ihre Erzieherinnen Katja Schramm (Gitarre) und Anika Leuthäuser (Akkordeon) begleiteten die Kinder musikalisch und brachten ein liebevoll gestaltetes Programm auf die Bühne. Ein Lob verdient auch das Vorbereitungsteam: Nancy Müller und Nadine Arnrich hatten die Tafel mit viel Hingabe vorbereitet. Petra Mohaupt steuerte wie in jedem Jahr liebevoll gebastelte Dekorationen bei. Ortsteilbürgermeister Stephan Heym freute sich über ein „pickepackevolles“ Bürgerhaus. Er dankte allen Ehrenamtlichen und sprach dem Bauhof ein besonderes Dankeschön für den prachtvollen Weihnachtsbaum aus.

Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken präsentierte Ulrich Schramm eindrucksvolle Bilder aus 60 Jahren Karneval und ergänzte diese mit spannenden Geschichten. Im Anschluss wurden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen, die Schramm am Keyboard begleitete – ein stimmungsvoller Moment, der viele Gäste zum Mitsingen einlud.

Im weiteren Verlauf gab Bürgermeister Erik Thürmer einen informativen Rückblick auf das vergangene Jahr. Er berichtete über die Entwicklungen in Kaltennordheim, darunter die Fortschritte an der Schloss-Sanierung, und lobte das Engagement des Sportvereins, der auf dem Sportplatz mit viel Einsatz eine moderne Sportanlage entstehen lässt.

Die Stimmung im Saal war durchweg positiv. Viele Seniorinnen und Senioren zeigten sich dankbar für den liebevoll organisierten Nachmittag. Einige waren zum ersten Mal dabei und kündigten bereits an, im nächsten Jahr wiederzukommen. „Ein rundum gelungener Tag, der einmal mehr zeigte, wie stark der Gemeinschaftssinn in Kaltennordheim lebt“, sagt Ortsteilbürgermeister Stephan Heym.