Über Gewölbekellern auf dem Schlosshof, neben der Bühne, gibt es lange dem Zerfall preisgegebene Aufbauten. Das Gebälk der alten Remise bricht ein, das Dach ist undicht. Wer will dort schon noch wohnen? Auch die in den zwei Gewölbekellern hausenden Fledermäuse finden es „nicht so nett, wenn es gar zu feucht wird“, sagt Julia Gombert von Landschaftspflegeverband Thüringer Rhön/Natura-2000-Station. Was also bietet sich mehr an, als die Aufbauten zu sanieren? Dass man dies in die Palette der vorgeschriebenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aufnehmen konnte, die für den länderübergreifenden Radwegbau Unterweid in Richtung Tann anfallen, war nicht ganz einfach, ist aber gelungen. Üblicherweise werden vor allem Bäume gepflanzt, um den Flächenverbrauch und andere Dinge, die mit einem solchen Bau einhergehen, zu kompensieren. Nun aber darf in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde die Sanierung des Fledermausquartiers mit einbezogen werden – eine sinnvolle Sache für den Natur- und Artenschutz, bemerkt auch Julia Gombert.
Kaltennordheim Fledermausquartier wird saniert
Iris Friedrich 17.04.2026 - 14:53 Uhr