Kaltennordheim Bad brummt, seltene Blume blüht

Das Wetter ist ganz nach dem Geschmack der Freibadfans von Kaltennordheim. Vor allem Kinder bevölkern jetzt das Bad. Doch auch für Botaniker gibt es etwas Besonderes.

Was ist derzeit begehrter – der Sprungturm oder die schattigen Plätze? Am Samstag hat das Freibad Kaltennordheim bis 22 Uhr geöffnet. Foto: privat

Ein großer Ansturm herrscht derzeit im Schwimmbad – sehr zur Freude des Betreibers, der Stadt, und des Freibad-Fördervereins. Es sind vor allem die Schüler der örtlichen Regelschule, der Grundschule, des Kaltensundheimer Rhön-Gymnasiums, des Kaltennordheimer Kindergartens und der -krippe, die hier großen Spaß beim Planschen und Schwimmen haben. Die letzten Schultage vor den Ferien werden so für die Schüler noch einmal zu einem besonderen Erlebnis, denn nicht immer passen Wetter und Badelust so gut zueinander wie dieses Jahr. Bei den tropischen Temperaturen ist die Abkühlung im Wasser aber auch bei Älteren sehr willkommen.

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Auch die Kindergartenkinder sind derzeit dankbar für das erfrischende Angebot. Foto: privat

Um die Gelegenheit zu geben, auch an einem lauen Sommerabend länger im Bad zu bleiben, ist für diesen Samstag, 27. Juni, ein verlängerter Badetag bis 22 Uhr vereinbart, informiert der Förderverein. Ab 16 Uhr wird das Team aus dem vereinseigenen Verkaufshüttchen heraus wieder für eine Versorgung bereit stehen. Geöffnet hat das Freibad freilich wie an den anderen Tagen am Samstag bereits ab 10 Uhr.

Die Blüten sehen nach Sommer und exotischen Ländern aus – sie blühen jedoch in der Rhön. Foto: privat

Wer botanisch interessiert ist, der kann übrigens auch in diesem Jahr wieder die wundervollen Blüten eines Tulpenbaumes im Freibadgelände entdecken. Dieses Gewächs, das schon vor vielen Jahren zur Gestaltung des Erholungsbereiches gepflanzt wurde, hat mittlerweile eine beachtliche Größe angenommen. Der amerikanische Tulpenbaum ist ein sommergrüner Baum, der Wuchshöhen von über 40 Metern im Wald- oder Plantagenverbund erreicht. Die Maximalwerte liegen bei knapp 60 Metern und einem Stammdurchmesser von über drei Metern – so groß ist der Kaltennordheimer, eher buschähnlich gewachsen, freilich längst nicht. Der Tulpenbaum blüht üblicherweise im April und Mai – das Kaltennordheimer Exemplar ist also in diesem Jahr spät dran. Die Blüten sind gelb-grünlich mit orange und sehen sehr exotisch aus.

Mit einer Höhe von 41 Metern steht einer der größten und mit einem (geschätzten) Alter von über 400 Jahren wahrscheinlich der älteste der Tulpenbäume Amerikas in der Hauptstadt, New York City, im Stadtteil Queens – der „Queens Giant“. Ein weiteres bekanntes Exemplar wächst im botanischen Garten der Stadt Marburg und erreicht ebenfalls knapp 40 Meter Höhe.