KAG Oberzentrum Südthüringen Oberhofer Wetter und gelungener Austausch

Transferwerkstatt des Bundes zu Gast im Oberzentrum Südthüringen: KAG stärkt Austausch zu Fördermitteln und regionaler Zusammenarbeit

Der zweite Veranstaltungstag in der Arena Oberhof begann mit einer Führung durch die Wintersportstätten, inklusive Tunnelanlagen und Biathlon-Schießbahnen. Foto: Anne Schlegel

Zwei Tage lang war die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) Oberzentrum Südthüringen Gastgeberin der 3. Transferwerkstatt der Förderinitiative „Absorptionsfähigkeit stärken“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wissenschaft und Regionalentwicklung aus dem gesamten Bundesgebiet kamen in Oberhof und Suhl zusammen, um sich über funktionierende Fördermittelstrategien, neue Formen kommunaler Steuerung und Ansätze interkommunaler Zusammenarbeit auszutauschen. Für die Region bot die Tagung die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und zugleich Impulse aus anderen Kommunen aufzunehmen.

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Erfahrungen und Anregungen

„Wir stehen wie viele Kommunen vor der Frage, wie wir mit begrenzten Ressourcen gute Arbeit leisten können. Formate wie diese helfen uns, unsere Erfahrungen einzuordnen und neue Anregungen mitzunehmen. Gleichzeitig zeigt sich, dass wir mit unserer interkommunalen Zusammenarbeit im Oberzentrum Südthüringen auf einem tragfähigen Weg sind“, so Schleusingens Bürgermeister und KAG-Vorsitzender Alexander Brodführer über den praktischen Nutzen des Austauschs.

Schleusingens Bürgermeister Alexander Brodführer. Foto: Anne Schlegel

Diese Perspektive zog sich auch durch das weitere Programm. Die thematischen Schwerpunkte der Transferwerkstatt – von regionaler Wirtschaftsentwicklung über Innenentwicklung bis hin zu Netzwerkarbeit und kommunalen Steuerungsprozessen – machten deutlich, vor welchen praktischen Anforderungen viele Kommunen stehen: begrenzte personelle Ressourcen, unterschiedliche Verwaltungsstrukturen, anspruchsvolle Förderbedingungen und die Frage, wie Projekte verlässlich geplant und umgesetzt werden können. Ergänzend präsentierten die zwölf Modellregionen im Pecha-Kucha-Format ihre aktuellen und geplanten Förderanträge, blickt KAG-Sprecherin Anne Schlegel zurück.

Zusammenarbeit weiter stärken

Vorträge zur Erfolgsmessung hätten zudem gezeigt, wie wichtig klare Prioritäten, abgestimmte Zuständigkeiten und ein strukturiertes Umsetzungsmanagement sind. Für die KAG bestätige dies die eigenen Arbeitsschwerpunkte: Die vier Städte wollen ihre gemeinsamen Strukturen weiter ausbauen und insbesondere die Zusammenarbeit in der Wirtschaftsförderung sowie das Fördermittelmanagement stärken – perspektivisch gebündelt im geplanten Zweckverband.

Auch die weiteren Programmpunkte griffen Themen auf, die für die Region relevant sind. Die Diskussionen zur Fachkräftesicherung und zur Zusammenarbeit mit Hochschulen machten deutlich, dass kommunale Wirtschaftsförderung auf abgestimmte Netzwerke angewiesen ist. Für die KAG ist dies ein wichtiger Hinweis für die geplante Weiterentwicklung des eigenen regionalen Netzwerks in den Kompetenzfeldern Präzisions- und Glasbehältertechnologie, das Hochschulen, Unternehmen und kommunale Akteure enger miteinander verbinden soll.

Die Arbeitsgruppe Wirtschaftsförderung nahm an der Veranstaltung teil und nahm Anregungen für die weitere Arbeit mit. Auf dem Bild von links: Katja Hanf, Estelle Gutberlet, Franziska Matz und Tina Gellert. Foto: Anne Schlegel

Ein zusätzlicher Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Fördererfolge sichtbar und verständlich kommuniziert werden können. Die Impulse des zweiten Veranstaltungstages in Oberhof boten der KAG neue Anregungen für ihre Öffentlichkeitsarbeit – etwa zur zielgruppengerechten Aufbereitung von Ergebnissen und zur Bedeutung klarer Botschaften. Diese Erkenntnisse fließen in die Kommunikationsstrategie ein, damit die Schritte im Oberzentrum Südthüringen für Bürger, Unternehmen und politische Gremien nachvollziehbar bleiben.

Zur KAG

Förder-Informationen
Durch die Förderinitiative „Aktive Regionalentwicklung“ innerhalb des Programms Region gestalten

Hintergrund zur KAG
In der KAG arbeiten die Bürgermeister und die Mitarbeiter der vier Städte Oberhof, Schleusingen,