Kaffeehändler und -röster erleben derzeit herausfordernde Zeiten. Die Rohkaffeepreise sind zuletzt stark gestiegen, vor allem infolge schlechter Ernten. Laut Marktbericht der Internationalen Kaffee-Organisation ICO lag der durchschnittliche Preis für ein US-Pfund Rohkaffee (etwa 454 Gramm) im Dezember vergangenen Jahres bei ungefähr 3 US-Dollar. Vor zwei Jahren, im Februar 2024, waren es noch 1,82 US-Dollar. Auch Tchibo hat deshalb seine Preise erhöht - im Februar 2025 und in der kommenden Woche erneut.
163 Liter pro Kopf im Jahr
Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland müssen für das beliebte Heißgetränk deutlich tiefer in die Tasche greifen als vor ein paar Jahren. Bohnenkaffee war im Dezember laut Statistischem Bundesamt im Schnitt knapp 55 Prozent teurer als 2020. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat lag der Preis mehr als 21 Prozent höher.
Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes werden hierzulande jährlich durchschnittlich 163 Liter Kaffee pro Kopf getrunken. Bundesweit gibt es mehr als 900 Röstereien. Im Jahr werden laut Verband mehr als eine Million Tonnen Rohkaffee nach Deutschland importiert. Ein großer Teil davon stammt aus Brasilien. 2025 wurden 5,4 Millionen 60-Kilo-Säcke Kaffee von dort eingeführt. Deutschland war damit größter Abnehmer von brasilianischem Kaffee, wie der Verband der Kaffee-Exporteure Cecafé kürzlich mitteilte.