Junge Ukrainer im JTZ Abwechslung beim Modellbauen

Caroline Berthot

Neun junge Flüchtlinge aus der Ukraine bauen derzeit bei einem dreiwöchigen Projekt im Jugendtechnikzentrum (JTZ) Modelle.

Junge Geflüchtete aus der Ukraine finden momentan im Jugendtechnikzentrum (JTZ) etwas Ablenkung von ihrem Lebensalltag. Neun Mädchen und Jungen sind seit vergangener Woche und noch bis zum Ferienstart jeden Tag in der Einrichtung in der Aue, um hier Modelle zu bauen und Neues zu lernen. Das dreiwöchige Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (VHS) Suhl statt.

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Jeden Nachmittag geht es an die Werkbank

Der Tag der jungen Teilnehmer ist zweigeteilt: Nachdem sie den Vormittag in der VHS verbracht haben, geht es für die ukrainischen Jugendlichen nach dem Mittag ins Jugendtechnikzentrum. Knapp zwei Stunden lang arbeiten sie hier unter der Anleitung von Matthias Reder und Thomas Florschütz sowie anderen Mitstreitern an verschiedenen Modellen. „Zu Beginn des Projekts hat sich jeder Jugendliche ein Modell ausgesucht – ob aus Holz oder aus Metall. Jeder konnte sich für das entscheiden, was er wollte und was er sich zutraute“, erklärt Matthias Reder, Leiter des Jugendtechnikzentrums.

Seitdem wird jeden Tag eifrig gewerkelt. Es wird geschnitten, gesägt und gebohrt, geschraubt, geschliffen und gestrichen – aber auch am Rechner gearbeitet. Hier machten einige der Jugendlichen erste Erfahrungen mit dem CAD-Programm der Einrichtung. „Die ersten Befehle sitzen schon und sie arbeiten an der Erstellung ihres ersten Modells, das dann mit dem 3 D-Drucker gedruckt werden soll“, sagt Matthias Reder.

Sprachbarriere und verschiedene Fertigkeiten

Was für die vier Mädchen und fünf Jungen eine willkommene Abwechslung vom Alltag als Geflüchteter ist, stellt für die Mitarbeiter des Jugendtechnikzentrums durchaus eine Herausforderung dar. Die Kommunikation erfolge nur über Dolmetscher, wobei diese auch nicht immer alle technischen Begriffe zu übersetzen wüssten, erzählt Matthias Reder. „Eigentlich funktioniert es nur, wenn wir jeden einzelnen Schritt zeigen.“ Bei neun unterschiedlichen Modellen und sehr unterschiedlichen Fähigkeiten der 13- bis 17-jährigen Teilnehmer sei das schon anstrengend, gibt er unumwunden zu.

Dennoch sei es natürlich schön zu sehen, wie viel Spaß die Jugendlichen am Modellbauen haben, meint der Leiter des Jugendtechnikzentrums. „Das Arbeiten hier gefällt ihnen. Sie sagen alle, dass sie jeden Tag gerne wieder herkommen.“

Projekt endet mit Beginn der Sommerferien

Das wird am 15. Juli zunächst das letzte Mal sein, denn dann beginnen die Sommerferien und das Projekt ist beendet. Ob es nach den Ferien weitergeht und es eine Neuauflage der Zusammenarbeit von Volkshochschule und Jugendtechnikzentrum gibt, ist noch unklar. „Im Moment ist es eine einmalige Angelegenheit“, so Matthias Reder. Aber man müsse abwarten, wie sich die Lage in den nächsten Wochen noch entwickelt.