Jugendstudie Es dreht sich weiterhin alles um Orbit

Im Alten Rathaus hat der Jugendhilfeausschuss bei seiner jüngsten Sitzung den Wunsch bekräftigt, das Beratungsinstitut Orbit mit der Durchführung einer Jugendstudie zu beauftragen. Foto: dpa

Wer mit der Durchführung einer Jugendstudie beauftragt werden soll, beschäftigt weiter die Suhler Stadtpolitik. Langsam drängt die Zeit.

Suhl - Zu Unstimmigkeiten war es im Juli zwischen Jugendhilfeausschuss und Finanzausschuss gekommen („Freies Wort“ berichtete). Der Grund: Der Jugendhilfeausschuss wollte – wie bereits 2016 – das Beratungsinstitut Orbit mit der Erstellung einer Jugendstudie beauftragen. Der Finanzausschuss blockierte diesen Beschluss nach Informationen unserer Zeitung wegen der Kosten von rund 30 000 Euro. Darüber hinaus wurde das Vergabeverfahren bemängelt.

Folglich musste das Jugendamt, das die Studie in Auftrag gibt, weitere Alternativen prüfen. „Wir haben uns dann drei Angebote eingeholt, auch von Instituten außerhalb von Thüringen“, teilte Jugendamtsleiterin Sabine Schmidt-Koziol dazu in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses mit. Das Ergebnis bleibe jedoch das gleiche. „So könnten wir die Resultate mit denen der letzten Jugendstudie besser vergleichen“, stellte Sabine Schmidt-Koziol die Vorteile von Orbit heraus. Das Beratungsinstitut kenne sich zudem in der Region hervorragend aus. Mit zusätzlichen Erträgen solle die Studie finanziert werden. Der Jugendhilfeausschuss folgte der Auffassung der Jugendamtsleiterin und beschloss zum zweiten Mal binnen weniger Monate die Beauftragung des Jenaer Unternehmens. Am Dienstag befasst sich dann der Finanzausschuss erneut mit dem Thema.

Die Erstellung einer Jugendstudie ist zwingend nötig, bevor ein neuer Jugendförderplan in Kraft treten kann. Der aktuelle Plan der Stadt Suhl läuft noch bis Jahresende 2022. Eine Jugendstudie kann laut Auskunft von Orbit sechs bis 24 Monate in Anspruch nehmen. Ziel der Studie ist es, herauszufinden, was die Wünsche, Nöte und Ängste der Suhler Schüler sind.

 

Bilder