Jugendparlament Junge Breitunger sollen mitreden

Das künftige Jugendparlament soll über Themen sprechen, die für Kinder und Jugendliche in Breitungen interessant sind. Dazu könnten auch Bolzplätze zählen – hier der Platz in der Schafwerra. Foto: /Ulricke Bischoff

Jugendliche zwischen zwölf und 21 Jahren sollen künftig in Breitungen mitreden dürfen. Wer für das Jugendparlament kandidieren will, muss sich bis 3. August bewerben.

Der Breitunger Gemeinderat hat in seiner Mai-Sitzung beschlossen, dass im Ort ein Kinder- und Jugendparlament gegründet werden soll. Es gehe darum, Kinder und Jugendliche zu beteiligen und mitbestimmen zu lassen, erklärt Bürgermeister Ronny Römhild. Das betreffe vor allem Themen, die die Jugendlichen selbst angehen. Denn: „Was bringt es, wenn Erwachsne über die Jugend sprechen, die selbst keine Kinder in diesem Alter haben?“ Der Bürgermeister und nennt ein anderes Beispiel: Wenn etwa neue Geräte für Spielplätze angeschafft werden, frage die Gemeinde seit längerem im örtlichen Kindergarten nach, welche denn sinnvoll wären. Denn dort sitzen die Fachleute, große und kleine.

Die Jugendlichen könnten sich künftig in ihrem Parlament eine Meinung bilden und an den Gemeinderat weitergeben, auch eigene Anregungen seien gefragt. Wie oft es tagt, liege dann am Parlament, gedacht ist an mindestens zwei Sitzungen im Jahr. Die Gemeinde werde Räume für die Treffen zur Verfügung stellen.

Wenn die Runde Unterstützung aus der Gemeindeverwaltung benötige, könnten Fachleute dazu geholt werden. Es sollte aber niemand zugeordnet werden, der den Jugendlichen sagt, so oder so müsst ihr es machen, meint Römhild. „Sonst bräuchte man kein Jugendparlament.“ Seiner Ansicht nach sollte man das junge Gremium „nicht mit Formalien überschütten“. Das Regelwerk sei daher recht einfach gehalten.

400 Briefe verschickt

Zunächst geht es um die Wahl. Die Gemeinde hat alle Jugendlichen, die in Frage kommen, persönlich angeschrieben. Rund 400 Briefe wurden verschickt. Die ersten Jugendlichen, die gerne dabei sein wollen, hätten sich schon gemeldet. Interessierte Kinder und Jugendliche müssen sich schriftlich bewerben. Ein Formular dazu lag dem persönlichen Schreiben bei, es ist auch im Internet zu finden. Auf der Homepage www.breitungen.de ist unter dem Menü „Rathaus“ bereits ein eigener Link namens „Kinder- und Jugendparlament“ eingerichtet.

Der Kandidat füllt das Formular aus und unterschreibt es, bei Minderjährigen muss noch die Unterschrift von mindestens einem Erziehungsberechtigten unter die Bewerbung. Dann kann der Wahlvorschlag an das Rathaus in Breitungen geschickt, in den Briefkasten an der Tür des Rathauses eingeworfen oder persönlich in der Gemeindeverwaltung abgegeben werden. Wichtig ist die Frist: Bis Mittwoch, 3. August, muss der Brief im Rathaus sein.

Die Kandidatenliste wird nach Rathaus-Angaben spätestens eine Woche danach, am 10. August veröffentlicht. Nur wer auf dieser Liste steht, kann gewählt werden.

Nun geht es darum, aus dieser Liste die künftigen acht Mitglieder des Jugendparlaments für die nächsten zwei Jahre zu wählen. Wahlberechtigt sind alle Kinder und Jugendlichen, die am 14. September dieses Jahres, dem Wahltag, mindestens zwölf, aber nicht älter als 21 Jahre alt sind und ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde Breitungen haben.

Wahltag ist der 14. September

Die Briefwahlunterlagen werden wiederum verschickt, jeder Wahlberechtigte bekommt sie automatisch. Die ausgefüllten Unterlagen müssen bis zum Wahltag am Mittwoch, 14. September bis spätestens 18 Uhr im Rathaus sein – möglich sind die gleichen Wege wie schon bei der Bewerbung. Abends wird’s dann spannend: Das Ergebnis der Wahl wird im Festsaal des Rathauses öffentlich ausgezählt.

Wer möchte, kann vorbeikommen. Das Ergebnis wird auch auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht.

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