Jugendfeuerwehr Bad Liebenstein Feuerwehrnachwuchs im 24-Stunden-Dienst

Tina Göpfert

Berufsfeuerwehrtag bei der Jugendfeuerwehr Bad Liebenstein: Vielfältige Einsätze verlangten den Jungen und Mädchen so einiges ab – aber auch der Spaß kam nicht zu kurz.

Zum Berufsfeuerwehrtag war Samstagmorgen 10 Uhr Dienstbeginn für die Jugendfeuerwehr Bad Liebenstein. Insgesamt waren 13 Jugendfeuerwehrmitglieder zwischen 8 und 16 Jahren angetreten und brannten darauf, einen 24-Stundendienst wie bei einer echten Berufsfeuerwehr zu absolvieren.

Nach dem Eintreffen wurde das Nachtlager aufgebaut, alle Kinder und Betreuer begrüßt und über den Dienstablauf und die Diensteinteilung belehrt. Mit einer Ausbildungseinheit in Erster Hilfe wurden die Kinder auf die anstehenden Einsätze vorbereitet. Direkt im Anschluss ging es los: Es schrillte der Alarmgong durch das Gerätehaus und unter dem Alarmstichwort „Baumsperre in der Triniusstraße“ startete man in den ersten Einsatz. Mit Hilfe von Handsägen wurden die Äste abgeschnitten und die verletzte Person unter dem Baum befreit. Danach ging es zurück zum Gerätehaus, wo bereits das Mittagessen – klassisch Nudeln mit Feuerwehrsoße – auf die Kinder wartete.

Nach einer kleinen Dienstsportrunde erklang erneut der Alarm. Die Kinder wurden zum „Gefahrguteinsatz in der m&i-Klinik“ gerufen. Dort angekommen, musste die Menschenrettung eingeleitet und die Wasserversorgung aufgebaut werden. Zwei Jugendliche rüsteten sich hierfür mit Schutzanzügen aus und retteten eine Person. Die anderen Kinder legten die Schläuche aus und stellten Feuerlöscher bereit. Nach erfolgreichem Abschluss des Einsatzes fuhren alle zurück zum Gerätehaus und gönnten sich bei Kakao und Kuchen eine wohlverdiente Pause.

Doch lange währte die Erholungspause nicht. „Verkehrsunfall in der Baustelle an der Grumbachstraße“ hieß das Alarmstichwort. Die Betroffenen wurden durch die jungen Feuerwehrleute betreut und eine Person unter dem Fahrzeug gerettet. Alle Unfallbeteiligten wurden dann an die Straße gebracht.

Wieder am Gerätehaus angekommen, brannte bereits der Grill und zum Abendessen konnte man sich stärken für das, was der Abend noch so bringen sollte. Denn der Gong ging erneut und alarmierte zu einem „Feuer am Gerätehaus in Steinbach“. Das Feuer konnte schnell gefunden und von den Jugendfeuerwehrmitgliedern gelöscht werden.

Als es bereits dämmerte, schrillte der Alarmgong zu einer „Personensuche am Altenstein“. Die Kinder mussten hier mehrere Vermisste suchen. Nach langer Suche konnten alle wohlbehalten aufgefunden werden. Alle Teilnehmer der Personensuche begaben sich danach wieder zurück in das warme Gerätehaus, wo dann auch die Nachtruhe anstand. Der anstrengende und ereignisreiche Tag ließ alle Kinder und Betreuer gut schlafen, auch wenn keiner wusste, ob wohl doch noch ein Einsatz passieren würde. Doch bis zum Morgen blieb es glücklicherweise ruhig.

Nach einem ordentlichen Frühstück und dem Abbau der Betten erklang der Alarmgong zum letzten Mal. Eine „Ölspur“ musste beseitigt werden. Ölbindemittel wurde aufgebracht und die Kinder reinigten die Straße ordentlich mit Besen und Schaufel. Da die Ölspur doch etwas umfangreicher war, mussten die jungen Feuerwehrleute auch noch Überstunden leisten.

Im Anschluss ging es zurück zum Gerätehaus, wo der 24-Stunden-Dienst dann endete. Die Kinder hatten viel Spaß und haben ihr Feuerwehrwissen erweitert. Ein großes Dankeschön geht an alle Kameraden und Helfer, die zum guten Gelingen des Berufsfeuerwehrtages beigetragen haben.

*Tina Göpfert ist Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Bad Liebenstein.

 

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