1425 wurde Theuern erstmals genannt, aber einfach ist da gar nichts, weiß Kreisheimatpfleger Thomas Schwämmlein. „Die Urkunde zitiert der Schalkauer Amtmann Johann Georg Otto kurz nach 1800“, hat er recherchiert. Allerdings sei das Schriftstück nicht mehr auffindbar, für die frühe Zeit der historischen Forschung kein Einzelfall. Allerdings sei die Nachricht plausibel, denn Otto habe selbst noch in den Akten- und Urkundenbeständen des einstigen Gerichts Rauenstein blättern können. Die Notiz floss ein in einen mehrteiligen Aufsatz, der zwischen 1802 und 1804 im „Herzoglich Sachsen-Coburg-Meiningischen jährlichen Taschenbuch“ erschienen ist. Nach 1425 erscheint Theuern häufiger in verschiedenen Dokumenten, so dem 1441 angelegten Zinsbuch der Pflege Coburg, heute verwahrt im Hauptstaatsarchiv Weimar, oder einer Erbteilungsurkunde der Familie Schaumberg aus dem Jahr 1437, die sich im Staatsarchiv Würzburg findet. „Theuern gehörte bis 1729 mit Rauenstein und Grümpen zu den Dörfern, in denen alleine die Herren von Schaumberg das Sagen hatten“, sagt Schwämmlein. Deshalb finden sich frühe Schriftstücke eher nur zufällig in den staatlichen Archiven, aber es gibt sie. Nur müsse die frühe Geschichte des Dorfes noch „gehoben“ werden. In jedem Fall lohne es sich, meint der Kreisheimatpfleger. Am Samstag, 22. März, wird Schwämmlein dazu sprechen. Der Vortrag im Hotel Sonneneck beginnt um 17 Uhr. Dann werden einige Geheimnisse der frühen Historie gelüftet und auch der Ortsname komme noch einmal auf den Prüfstand historischer Forschung.