Wenn in Suhl die Rede auf Rosenthaler Kadarka, Tokajer, die gefragten Unstrutweine oder den „Oberförster“ – ein DDR-Schnaps als Mischung aus Pfefferminz mit Korn – kommt, dann fällt zumindest bei den älteren Suhlern schon nach kurzer Zeit der Begriff „Schnaps-Hilde“. Ihr Geschäft im Steinweg 11, in Räumen der heutigen Gaststätte Sohle, war in Suhl eine Institution. Wer etwas „Spezielles“ zum Geburtstag, zu Jubiläen oder Feierlichkeiten aller Art suchte – und gefeiert wurde in der DDR immer gern und viel – der wurde oft bei ihr fündig. Ob die begehrten F6-Zigaretten oder Zigarren, echter Bohnenkaffee, feiner Weinbrand oder eine Flasche guten Rotweins – bei Schnaps-Hilde war meist etwas zu holen.
Jubiläum Eine Suhler Weinkönigin wird 85
Georg Vater 07.04.2026 - 06:00 Uhr