Ju-Jutsu-Allkampf Viola Schmitt und Jetmir Berissa auf dem Podest

Mit Erfolg in Hamburg unterwegs: Gerit Haab, Quentin Göring, Bernd Okun (Trainer), Viola Schmitt, Axel Gessner (Betreuer) und Jetmir Beris (von links) von der Kampffabrik Yawara. Foto:  

Ein zweiter und ein dritter Platz sind die herausragenden Resultate, die die Aktiven der Meininger Kampffabrik Yawara beim Hamburg-Cup erzielten.

Die Kampffabrik Yawara trat kürzlich beim Hamburg Cup im Ju-Jutsu-Allkampf mit vier Aktiven an. Es war nach längerer Auszeit die erste Bewährungsprobe für die Meininger Kämpfer. Insgesamt traten beim Hamburg Cup einhundert Kämpfer aus ganz Deutschland an. Ju-Jutsu-Allkampf ist ein amateurgerechtes Kampfsportsystem, welches dem heutigen MMA (Mix Martial Arts) ähnelt und eine gute Grundlage dafür schafft. Gekämpft wird auf einer Judomatte. Kleine Handschuhe, Spann-/Schienbeinschutz, Tiefschutz und Zahnschutz sind Voraussetzung. Man darf zum Kopf aus jeder Position nur im Leichtkontakt schlagen oder treten. Zum Körper und den Beinen ist reiner Vollkontakt unter kontrollierter Aufsicht von Kampfrichtern gestattet. Es sind Elemente aus dem Judo und Ringen erlaubt, wobei am Boden kontrolliert geschlagen, gewürgt und gehebelt werden darf.

Von den vier Meiningern trainieren zwei erst erst seit einigen Monaten aktiv. Jetmir, mit 16 Jahren der jüngste Nachwuchskämpfer, musste mit seinen 63 kg gegen vier andere Aktive bis 74 kg antreten, weil seine Gewichtsklasse im Jugendbereich zusammengelegt wurde. Diese Herausforderung nahm Jetmir erfolgreich an. Den ersten Kampf führte er gleich gegen den späteren Sieger (74 kg) und unterlag. Zum Schluss konnte er mit zwei Siegen und zwei Niederlagen den erfolgreichen 3. Platz hart erkämpfen. Gerrit hatte in seiner Gewichtsklasse bis 70 kg als ersten Gegner einen langjährigen erfolgreichen Profi MMA-Kämpfer, welcher das Duell dominierte. Gerrit schlug sich sehr gut, zog sich aber eine Verletzung zu, was das Turnierende für ihn bedeutete. Sein Gegner wurde ebenfalls Turniersieger.

Quentin musste aufgrund seines verpassten Gewichtslimits in der offenen Gewichtsklasse kämpfen, wo ihm seine vier Gegner körperlich extrem überlegen waren. Quentin schlug sich trotzdem hervorragend und sammelte sehr viel Erfahrung in dem Wettkampfsystem. Viola musste in ihrem Kampf – in der Frauenklasse der Fortgeschrittenen gab es nur zwei Kämpferinnen – gegen eine acht kg schwerere Gegnerin kämpfen. Auch dieser Kampf war interessant und zu Beginn ausgeglichen. Der Gewichtsunterschied macht sich jedoch beim Bodenkampf extrem bemerkbar, sodass sich zum Schluss die körperliche Überlegenheit der Gegnerin durchsetzte.

Am Ende erreichten die Yawara-Athleten einen zweiten und einen dritten Platz und waren froh, endlich wieder auf nationaler Ebene kämpfen zu können und ihre Stärken und Schwächen zu erfahren, um daran beim Training zu arbeiten.

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