Die langjährige Küchenfachkraft am Meininger Förderzentrum „Jean Paul“ ist zum Schuljahresende in den Ruhestand gegangen, das Landratsamt will die Stelle nicht neu besetzen. Das stößt an der Schule auf großes Unverständnis. Das Förderzentrum besuchen Kinder und Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung. Die Küchenfachkraft ist nicht nur für die Schülerversorgung mit gesundem, ausgewogenem Essen da. Zu den Lehrzielen gehört, dass die Schüler lernen, Küchenutensilien korrekt zu benutzen, sich selber Brote zu schmieren, Mahlzeiten selbstständig einzunehmen. Dafür leistet die Küchenfachkraft aus Sicht der Schulleitung unverzichtbare Dienste, die überdies noch Jobs als Hausmeister und im Sekretariat übernommen hatte. Das Landratsamt wiederum verweist auf andere Förderzentren ohne eine solche Küchenfachkraft und ist der Meinung, dass pädagogische Aufgaben von den Lehrkräften übernommen werden sollten. Der Streit beschäftigt jetzt auch den Kreistag. Zur jüngsten Sitzung griff Kai Hackenschmidt (CDU) aus Meiningen das Thema auf. Er sprach von einer „extrem unbefriedigenden Situation“. Es könne nicht sein, dass bei den Schwächsten gespart werde. „Das sollten wir uns als Gesellschaft nicht erlauben“, betonte Hackenschmidt im Gespräch mit der Heimatzeitung.
Jean-Paul-Schule Debatte um Küchenfachkraft geht weiter
Marko Hildebrand-Schönherr 04.07.2025 - 13:00 Uhr