Aus der Ferne betrachtet sehen Dinge manchmal ganz anders aus, auch wenn man sie eigentlich in- und auswendig kennt. Zum Beispiel der Alltag, den man tagein, tagaus lebt. Den empfand Mohammad Arjmandi schon in seiner Heimat als anstrengend. Als einengend. Doch erst jetzt, im rund 4000 Kilometer von der iranischen Hauptstadt Teheran entfernten Schmalkalden, scheint ihm klar geworden zu sein, wie stark das Regime im Iran seinen Alltag in den vergangenen Jahren eingeschränkt hat.