Iran signalisiert Frankreich: Straße von Hormus gehört uns
Der Iran bekräftigte das von ihm beanspruchte Recht auf die Straße von Hormus auch gegenüber Frankreich und Großbritannien. Der Seeweg sei kein Gemeingut überregionaler Mächte, schrieb Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Sollten französische oder britische Schiffe dort Maßnahmen der USA unterstützen, erfolge "eine entschlossene und sofortige Antwort der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran".
Von einem französischen oder französisch-britischen Einsatz sei nie die Rede gewesen, beschwichtigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Reisen in Nairobi. Er habe Anweisungen erteilt, den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" und Begleitschiffe näher an die Straße von Hormus zu verlegen. Jede Blockade müsse beendet werden. Aber Frankreich gehe es um eine internationale Mission in Absprache mit dem Iran, um die Schifffahrt sicherzustellen.
Ölpreis klettert wieder
Angesichts der stockenden Friedensbemühungen verteuerte sich der Ölpreis zum Start in die Woche weiter. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg im frühen Handel um etwas mehr als vier Prozent auf 105,76 Dollar. Bereits Ende vergangener Woche hatte der Ölpreis angezogen, nachdem er am Donnerstag wegen der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Nahost-Kriegs bis auf 96 Dollar gefallen war.