Suhl berät über Kitas und Schulen Inzidenz springt in Suhl wieder über 200

, aktualisiert am 08.03.2021 - 17:33 Uhr
Der hohe Inzidenzwert zeigt, wie wichtig nach wie vor Impfungen, Tests, die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln und das Tragen von Masken sind. Foto: frankphoto.de/Bastian Frank

Mit einer Inzidenz von über 200 sollte der Weg für Suhl klar sein – Kindergärten und Schulen müssen geschlossen werden. Doch die Stadt und das Land haben am Montag anders entschieden.  

Suhl - Seit Montag, 0 Uhr, hat Suhl den Inzidenzwert von 200 überschritten. Das bedeutet eigentlich, das die seit 22. Februar geöffneten Schulen und Kindergärten wieder dichtgemacht werden müssen. Doch die Einrichtungen bleiben auf, informiert die Sprecherin der Stadtverwaltung, Ingrid Pabst. Diese Entscheidung hätten Oberbürgermeister André Knapp und das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie am Montagvormittag in Abstimmung getroffen, informiert Ingrid Pabst. Damit handelt das Land  entgegen der eigenen Vorgaben.
Die nach oben geschnellte Inzidenz sei vor allem auf lokale Hotspots wie den Albrechtser Kindergarten zurückzuführen, heißt es seitens der Stadt. In der Einrichtung waren Ende Februar  sechs Infektionen nachgewiesen worden. Bei insgesamt  107 Kontaktpersonen wurde daraufhin ein Abstrich gemacht,  19 davon wurden positiv auf das Corona-Virus getestet. „Das ergibt im Hinblick auf die Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert von 48,93“, erläutert die Stadtsprecherin.
Bereits am Dienstag, so die Prognose, werde die  Inzidenz wieder unter 200 sinken,  da bisher Montagmittag kein weiterer Corona-Fall in der Stadt bekannt wurde und voraussichtlich acht ehemals Infizierte aus der Inzidenzberechnung herausfielen.

„Sollte die Inzidenz auf 200 oder höher steigen, wird es eine neue Entscheidung mit weiteren Maßnahmen geben“, sagt Ingrid Pabst.  Dazu müsse die entsprechende Allgemeinverfügung zu Schul- und Kitaschließungen in der Tagespresse bekannt gegeben werden – erst am Tag  darauf dürften die Einrichtungen zumachen, informiert Ingrid Pabst über das Prozedere.
Mit einem Wert von  201,1 ist die Stadt am Montag hinter den Landkreisen Greiz (258), Wartburgkreis (231) und Hildburghausen (201) nun mit an die negativ besetzte Spitze im Freistaat gesprungen, mit einem Plus von 54 Zählern im Gegensatz zur letzten Meldung von Sonntag. Die Sieben-Tage-Inzidenz drückt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen bezogen auf 100 000 Einwohner aus.  In Thüringen beträgt der Wert am Montag 135, bundesweit 68. Und auch im Bundesvergleich liegt Suhl nun weit vorn, an zehnter Stelle. Unrühmlicher Spitzenreiter ist hier die Stadt Hof mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 328.
Stadtsprecherin Ingrid Pabst meldet mit Stand Montag, null Uhr, 21 neue positive Coronafälle. Insgesamt gelten in der Stadt 90 Menschen als infiziert; aktive Kontakte gibt es 667.
Die Stadtverwaltung  arbeite intensiv an der Etablierung eines Testzentrums im CCS. Der Betriebsbeginn des Testzentrums ist auf kommende Woche geplant.  

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