Auf eine Milliarde Euro können Landkreise sowie Städte und Gemeinden im Freistaat Thüringen hoffen. Zwischen 2026 und 2029 sollen die Kommunen ein eigenes Kreditvolumen erhalten, um dringend nötige Investitionen zu realisieren. Für Kredite würden Tilgung und Zinsen durch das Land übernommen. Damit zielt das Investitionsprogramm primär auf den Vermögenshaushalt, über den in der Regel Investitionen finanziert werden, weniger auf den Verwaltungshaushalt. Für die Region bedeutet das: 12,4 Millionen Euro für Landkreis und 14,5 Millionen Euro für Städten und Gemeinden. Das heiße, „Projekte starten, Pläne umsetzen, Zukunft bauen – ohne dass die Kommunen auf ihren Kosten sitzen bleiben“, hatte jüngst Landtagsmitglied und Justizministerin Beate Meißner (CDU) mitgeteilt. Wird der „Investitionshammer“ zum Wendepunkt in einer seit Jahren beklagten kommunalen Finanzkrise? Tatsächlich waren vorläufige Haushaltsführungen, Umschichtung von Mitteln und die Zurückstellung größerer Investitionen eher der kommunale Alltag.