Zur Einwohnerversammlung schaute Bürgermeister Fabian Giesder (SPD) im Dezember auf das 2024 in Meiningen Geschaffene zurück. Dabei konnte das Stadtoberhaupt den weiteren Ausbau des Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Walldorf nennen, den neuen Weg zur Henneburg, die ausgebaute Karlsallee im Stadtzentrum oder auch neu errichtete Spielplätze. Zur teuersten Baumaßnahme entwickelte sich allerdings die im August eröffnete Dampflok-Erlebniswelt. Sie sollte 3,2 Millionen Euro kosten, das war zumindest der Plan im Jahr 2014. Nun ist die Kommune nach rasant gestiegenen Baupreisen, etlichen Umplanungen und Änderungen bei 18,2 Millionen Euro angekommen. Davon musste die Stadt selbst rund sieben Millionen Euro auf den Tisch legen. Etwas mehr als elf Millionen Euro kamen in Form von Zuschüssen aus öffentlichen Fördertöpfen vor allem vom Land Thüringen. Für das Geld, von dem man locker 30 Einfamilienhäuser bauen könnte, hat die Stadt nun eine touristische Attraktion, die in den kommenden Jahren viele Besucher aus nah und fern anlocken soll. Die Stadt erhofft sich mit der Erlebniswelt zugleich mehr Umsatz in den Meininger Geschäften, der Gastronomie und anderen Freizeiteinrichtungen. Als eine Investition auf lange Sicht müsse man die Dampflok-Erlebniswelt betrachten, betonte der Bürgermeister daher zur Eröffnung der neuen Attraktion.