Aus Kreisen des Finanzministeriums hieß es, es würden "deutliche Fortschritte" bei "Meilensteinen" erwartet, welche für die Investitionen der Ressorts festgelegt wurden. Diese Meilensteine dienen demnach als Warnindikatoren, aus denen frühzeitig Hemmnisse bei der Umsetzung von Projekten abgeleitet werden könnten.
Um den Druck auf Ressorts zu erhöhen, plant das Finanzministerium ein "Bonus-Malus System". Es soll Anreize für eine schnelle und wirksame Umsetzung der Mittel aus dem Sondervermögen setzen. Falls ein Ressort bei einem Vorhaben nicht vorankommt, könnten Gelder in andere Projekte umgeleitet werden.
Kritik an Umsetzung
Schon lange gibt es Kritik etwa des Bundesrechnungshofs und von Wirtschaftsinstituten daran, dass beim Sondervermögen Investitionen nicht wie versprochen in einem ausreichenden Maße zusätzlich erbracht werden - sondern dass der Extra-Topf dafür verwendet wird, um Löcher im Kernhaushalt zu stopfen. Von einem "Verschiebebahnhof" ist die Rede.
Das Finanzministerium weist dies zurück. Mit Blick auf den neuen Bericht sagte jedoch der Grünen-Haushälter Sebastian Schäfer: "Die Mittel müssen endlich konsequent dorthin fließen, wo sie nachhaltig, investiv und klimapolitisch wirksam sind." Die Bundesregierung müsse dringend nachsteuern.