Ein lauer Sommeranfangsabend vor wenigen Wochen: Auf dem Werratal-Radweg zwischen Tiefenort und Merkers ist fast niemand unterwegs, als sich irgendwo in der Mitte ein kleines dunkles Knäuel auftut. Aus der Ferne unscheinbar anzusehen, zuckt und bewegt es sich beim Näherkommen. Und schließlich blicken einen drei noch ganz junge Waschbären an, die sich um etwas zum Fressen versammelt haben. Keineswegs scheu bleiben sie stehen und beobachten einen, wie man vom Rad absteigt und etwas näherkommt. Und sie machen auch keine Anstalten, wenn man sich unmittelbar vor sie hockt und das Telefon zum Fotografieren in ihre Richtung streckt. Da wird geschnuffelt und gegrunzt – bis sie wieder Nahrung suchend an den Wegrand weitertippeln. Von Elterntieren weit und breit keine Spur.