Interview Wieso sind Verschwörungsmythen so wirkmächtig?

Ob geheime Eliten, manipulierte Medien oder inszenierte Pandemien – Verschwörungsmythen sind längst kein Randphänomen mehr. Der Ilmenauer Kommunikationsforscher Andreas Schwarz erklärt, warum sie so wirkmächtig sind.

Der Ilmenauer Kommunikationsforscher Andreas Schwarz erklärt, warum Verschwörungsmythen so wirkmächtig sind – und was dagegen hilft. Foto: imago images/Ohde

Ob geheime Eliten, manipulierte Medien oder inszenierte Pandemien – Verschwörungsmythen sind längst kein Randphänomen mehr. Sie beeinflussen politische Debatten, spalten Gesellschaften und gefährden das Vertrauen in demokratische Institutionen. Doch weshalb sind solche Erzählung so wirkmächtig und was kann man ihnen entgegensetzen? Ein Gespräch mit  dem Kommunikationswissenschaftler und Experten für Risiko- und Krisenkommunikation Andreas Schwarz, der an der Technischen Universität Ilmenau zum Thema forscht.

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„Herr Schwarz, insbesondere seit der Corona- Pandemie hat man das Gefühl, dass mehr Menschen an Verschwörungsmythen glauben. Woran liegt das?“ – Andreas Schwarz: „Verschwörungsmythen sind nicht erst mit der Corona-Pandemie entstanden. Menschen, die die Demokratie ablehnen und gleichzeitig befürchten, von einer Weltelite kontrolliert zu werden, gab es auch schon vor der Pandemie.“

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