Interview Noch einmal rollen die Sonderzüge

Von Stützerbach im Thüringer Wald aus geht das Theaterstück „Über den Zaun“ im Jahr 35 nach dem Mauerfall auf Reisen. Theaterchef und Regisseur Jens-Erwin Siemssen erklärt im Wochenend-Interview, warum das Stück für ihn so wichtig ist. Foto: Michael Reichel

Herr Siemssen, Sie erzählen mit Ihrem Ensemble die Geschichte von Menschen, die sich 1989 dazu entschließen, aus der DDR in den Garten der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag zu flüchten.

 
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Wie reagiert das Publikum auf diese Geschichten? – „Das kommt darauf an, wo wir gerade spielen. Hier in Stützerbach kamen nach den Aufführungen viele Menschen auf mich zu, die mir von ihren Erfahrungen im Jahr 1989 erzählen wollten. Entweder hatten sie persönlich einen ähnlichen Weg eingeschlagen oder aber sie haben ähnliche Fluchtgeschichten in der Familie erlebt. Aber es kamen auch Menschen zu uns, die uns erzählt haben, dass sie ganz bewusst geblieben sind in der DDR. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr hier in Stützerbach im Anschluss an ‚Über den Zaun‘ ja auch noch die Geschichten derjenigen erzählt, die geblieben sind.“

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