Unionsfraktion sieht Handlungsbedarf - Linke gegen Kontrollen
Die Unionsfraktion sieht sich nach der Veröffentlichung des Berichts in ihrer Position bestärkt. "Der Vorschlag des EU-Expertengremiums unterstreicht den Handlungsbedarf für mehr Kinderschutz im Netz", sagte Fraktionsvize Anja Weisgerber (CSU) der "Rheinischen Post".
Dagegen äußerte sich die Linke in der Zeitung kritisch. Verpflichtende Altersverifikationen griffen massiv in Grundrechte ein, sage die bildungspolitische Sprecherin Nicole Gohlke.
Kritik und Lob aus Bayern
CSU-Chef Markus Söder zeigte sich offen für die Empfehlungen. "Ich finde es richtig, dass wir an der Stelle über Beschränkungen reden", sagte der bayerische Ministerpräsident. Söder lobte, dass der Vorschlag keine Beschränkungen mehr für ältere Kinder bis 16 Jahren enthalte, wie er vorher diskutiert beziehungsweise etwa in Australien auch umgesetzt worden war. In der Vergangenheit hatte es aus der CSU wiederholt kritische Stimmen zu einem Verbot für Social-Media bei Jugendlichen gegeben.
Dagegen beharrte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) auf seiner ablehnenden Haltung für die Altersgrenze: "Die meisten großen Plattformen haben schon heute ein Mindestalter von 13 Jahren, das Problem ist also nicht, dass Regeln fehlen, sondern ihre mangelnde Durchsetzung."