Viele Jahre war die Kanzel in der Schlosskirche – dem heutigen Brahmssaal – das sanierungsbedürftige Möbelstück des herrschaftlichen Saals. Doch diese Zeiten, die vier Jahrzehnte währten, sind vorbei. Seit 2024 wird die historische Erhöhung instand gesetzt. Mit dem Auftrag ist Restauratorin Birgit Jünger betraut worden. Zum Internationalen Museumstages am Sonntag, 18. Mai, nahm sie interessierte Besucher mit auf eine Reise, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichte. Diese stieß auf Wohlwollen. Bereits vor Beginn der Veranstaltung fanden sich wissbegierige Besucher ein, um mit der Fachfrau in einen lockeren Diskurs zu treten. Von ihr erfuhren sie, dass die Kanzel aus der Zeit von Herzog Bernhard I. (1649-1706) stammt, dem Erbauer von Schloss Elisabethenburg. Als prachtvolle Handwerksarbeit steht der Predigtstuhl den französischen Vorbildern des Barocks in nichts nach. Doch über die Jahrhunderte durchlebte die Kanzel nicht nur Veränderungen in der Farbgestaltung, sondern sie auch teilweise zerlegt worden.
Internationaler Museumstag Schlosskanzel und Torso-Poesie
Lea Pauline Kellerman 19.05.2025 - 17:15 Uhr