Internationale Deutsche Enduro-Meisterschaft Klassenrang vier beim Aufgalopp

Thorsten Horn
Sand: Für Chris Gundermann zählt den Untergrund auf der Strecke in Tucheim nicht zu seinen Lieblingsböden. Foto: /Thorsten Horn

Der Saisonstart stellt Chris Gundermann im Großen und Ganzen zufrieden. Grund genug, schon auf das zweite Saisonrennen der Internationalen Deutschen Enduro-Meisterschaft zu brennen.

Stressenhausen/Tucheim - Der Saisonauftakt 2022 der Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft (DEM) ist seit dem vergangenen Samstag Geschichte. Rang vier in der hubraumstärksten Klasse E3 sowie Platz neun in der alle Hubraumklassen vereinenden Championatswertung sieht auf den ersten Blick für Chris Gundermann als E3-Dritten des Vorjahres nicht nach einem durchschlagenden Erfolg aus, doch muss man berücksichtigen, dass der Ex-Motocross-Profi Filip Bengtsson aus Schweden in Tucheim – im Jerichower Land an der A2 zwischen Magdeburg und Berlin – einen Gaststart in der DEM absolvierte und in einer eigenen Liga fuhr. Zudem hatte der Skandinavier ebenfalls in der Klasse E3 genannt, so dass Gundermann unterm Strich drittbester Deutscher und somit im Soll war.

Kein Weg zurück?

„Als ich am Vortag die Strecke abgelaufen bin, dachte ich mir ‚geil, hier findest du mit der Zweitakter bestimmt einen guten Flow.‘ Aber nach der ersten Runde kam dann die Ernüchterung, und ich habe schon daran gezweifelt, dass ich nicht auf dem Viertakter geblieben bin“, lautete sein erstes Fazit nach der Zieleinfahrt, dem er hinzufügte: „Aber es sind ja auch in diesem Jahr nicht nur Rennen auf Sand, was nicht gerade mein Lieblingsboden ist. Wenn hundert Kilo auf so einer 300er hocken, ist das auch nicht ganz förderlich. Da muss ich jetzt auch durch. Es kommen aber auch noch Hartboden-Rennen.“

Ein Weg zurück kommt für ihn aber nicht in Frage, was der 29-Jährige aus Stressenhausen so erklärt: „Von meinem Teamchef her könnte ich noch wechseln, aber das habe ich jetzt angefangen, dann ziehe ich das auch durch. Aber die Ergebnisse in Tucheim sind eine Basis, auf die man aufbauen kann. Es war ein anspruchsvolles Geläuf mit geilen Sonderprüfungen. Auch die Etappen dazwischen haben einem nichts geschenkt. Das ging körperlich ganz schön rein. Soweit war alles in Ordnung, aber die letzten paar Prozent haben halt noch gefehlt. Ich hatte auch drei, vier Stürze dabei, die man beim nächsten Mal auch weglassen kann. Das waren kleine Unachtsamkeiten, die entstehen, wenn man es mit der Brechstange machen will. Wir haben viel gelernt, was der Zweitakter macht und was er kann. Darauf müssen wir jetzt aufbauen. Wenn man die zwei Schweden vor mir im Championat noch abzieht, war es ein gutes Ergebnis.“

Als nächstes steht schon am 27. März der zweite Lauf im nordsächsischen Dahlen auf dem Programm, für den Chris Gundermann eine kleine Steigerung von sich erwartet.

 

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