Interkulturelle Woche Entführung in fremde Kulturen

Fotograf und Buchautor Geralf Pochop referierte im Rahmen der Interkulturellen Woche über „Feste und Rituale uns fremder Kulturkreise“. Foto: Karl-Heinz Veit

Die Interkulturelle Woche bietet besondere Gelegenheiten, ferne Länder und fremde Kulturen kennenzulernen. In einem Vortragsabend standen Feste und Rituale im Vordergrund.

Ilmenau - Im Rahmen der „Interkulturellen Woche“ fand am Dienstagabend im Schülerfreizeitzentrum ein Vortragsabend zum Thema „Feste und Rituale uns fremder Kulturkreise“ statt. Der Fotograf, Zeitzeuge und Buchautor Geralf Pochop wurde für einen bebilderten Vortrag gewonnen. Pochop hat sich auf vielen, teils monatelangen Reisen, die er allein, oder samt Familie auf eigene Faust unternahm, sein eigenes Bild von einer Welt gemacht, die fernab der üblichen Touristentouren liegt. „Ich habe nie an einer organisierten und geführten Reise teilgenommen. Verständigt haben wir uns mit solchen Gesten, die man in der ganzen Welt als universelle Sprache versteht“, sagte er. Ein wenig Chinesisch zu sprechen und zu verstehen habe immer ausgereicht, sich zurechtzufinden und zu erleben, was man nur erleben kann, wenn man für Abenteuerliches risikobereit ist, auf Menschen zugeht und freundschaftlichen Umgang pflegt.

Pochop richtete seine Reisen in entlegene Gebiete von China, Tibet, Laos, der Insel Borneo und Indonesien darauf aus, an traditionellen Festen und Ritualen der dort lebenden Volksgruppen teilnehmen zu können. Das gelang ihm. So zeigten seine Fotografien und Filmsequenzen die Menschen in farbenfrohen Festgewändern und meistens in fröhlicher Feierlaune. Die aus diesen Landstrichen mitgebrachten Gewänder, rituellen Gegenstände und anderes mehr konnte er dem kleinen Kreis der Vortragsgäste zeigen und erzeugte nicht nur damit Staunen.

Der teils stockende Redefluss des Referenten, dem auch wegen mäßiger inhaltlicher Struktur nur mit Anstrengung zu folgen war, stand im scharfen Kontrast zu den professionellen, Emotionen vermittelnden Fotografien. Vor allem durch die Bilder konnte man sich mitgenommen fühlen zu Menschengruppen, die Fremden gegenüber herzliche Gastfreundschaft und Menschlichkeit offen zeigen.

Nicht jede Filmsequenz trug einen würdigen Umgang mit der Gastfreundschaft in sich. Vor allem anderem, wenn zu viel Alkohol geflossen ist.

 

Bilder