Integration vor Ort Viel Lob für freiwillige Helfer

Landrätin Peggy Greiser (rechts) und die Integrationsbeauftragte Mirjam Kruppa bei der Lösung des Geochach am Cabrini. Foto:  

Die Thüringer Beauftragte für Integration Mirjam Kruppa, würdigte in Meiningen bei einem Treffen mit Ehrenamtlichen deren Engagement bei der Arbeit mit Geflüchteten.

Schwer war die Aufgabe nicht für Landrätin Peggy Greiser und die Integrationsbeauftragte Mirjam Kruppa. Sie mussten einen Geocache finden, ganz in der Nähe der Begegnungsstätte „Cabrini“ an der Meininger Multihalle. Thüringenweit hat die Integrationsbeauftragte sechs solcher Schätze versteckt. Die Integrationsschätze stehen jeweils für unterschiedliche Aspekte von Integration und sind über den Freistaat in Eisenach, Erfurt, Gera, Meiningen, Nordhausen und Weimar verteilt. „Cabrini“ betreut als „Cache-Pate“ seit eineinhalb Jahren einen der sechs Integrationsschätze.

Die Idee dahinter ist simpel. „Wenn wir zu Veranstaltungen einladen, sind es immer die selben Leute, die sich dafür interessieren. Mit unseren Geocaches wollten wir diese Community ansprechen und sie auf unsere Arbeit aufmerksam machen“, so Kruppa.

„Genau wie beim Ankommen und Einleben, ist man bei diesen Geocaches darauf angewiesen, dass einem jemand die Hand reicht. Man kann sie nur zu zweit lösen.“ Die sechs Geocaches wurden bisher schon mehr als 1200 Mal gefunden. Das gelang natürlich auch Peggy Greiser und Mirjam Kruppa – aber eben nur gemeinsam!

Vor der spaßigen Geocache-Aufgabe hatte Landrätin Peggy Greiser die Integrationsbeauftragte und die Gäste begrüßt. Es waren zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus Meiningen und auch aus Schmalkalden gekommen. Die Fachwerkstadt war, wie betont wurde, zu Beginn des eintreffens Ukrainischer Kriegsflüchtlinge deren Hauptanlaufpunkt. Greiser dankte allen Beteiligten für ihre Arbeit. In diese Kerbe schlug auch Mirjam Kruppa, die die Bedeutung der Landkreise heraushob. „Hier wird die Arbeit gemacht. Viele Ehrenamtliche engagieren sich und ich möchte ihnen allen und auch dem Team vom Cabrini danken“, sagte Kruppa. „Das Cabrini ist uns schon lange ein Begriff, wenn es um Integration von Geflüchteten geht.“

Dass es bei allen Erfolgen bei der Unterbringung und Integration von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine auch Probleme gibt, ist bekannt. Und Susanne Reum, 1. Beigeordnete der Landrätin und Leiterin des Fachbereichs Ordnung und Sicherheit – in deren Arbeitsbereich dies fällt – sprach einige davon an. Veranstaltungen wie diese seien wichtig, vor allem auch, um das herausragende Engagement der Helfer zu würdigen. Man dürfte die Hauptlastträger aber nicht alleine lassen. „Die Situation im Landkreis aktuell ist die, dass wir keine Unterbringungsmöglichkeiten mehr haben. ... Das heißt in letzter Konsequenz, dass wir intensiv tätig werden müssen. Wohnraum anmieten und herrichten oder gar ganz neu bauen“, führte Reum aus. „Hier fehlen mir vom Land ganz klar verlässliche Aussagen zur Erstattung der Kosten.“

Durch den Rechtskreiswechsel, der für alle beteiligten nur größeren bürokratischen Aufwand bedeute, sei die Sicherheit, dass die Kosten der Unterbringung im Wege der Spitzabrechnung erstattet werden, vorbei. „Die Flüchtlingsunterbringung ist eine Aufgabe des übertragenen Wirkungskreises und da gehört es zum ehrlichen und fairen Umgang miteinander, dass die Landkreise für die Erfüllung dieser Aufgaben angemessen ausgestattet werden“, so Reum weiter. Mirjam Kruppa versprach, die Probleme, Sorgen und Nöte des Landkreises mit nach Erfurt zu nehmen. Dort müssten sie nur auch einmal wahrgenommen werden, um an manchen Dingen wirklich etwas ändern zu können.

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