Innerdeutsche Grenze Erinnerungen wach halten

Die Grenzöffnung am 9. November ist Anlass, das Leben im Grenzkreis Meiningen in Erinnerung zu bringen. Vorträge und Gespräche dazu gibt es im Meininger Gemeindesaal St. Marien.

Die einstige DDR-Grenze bei Frankenheim in der Rhön. Foto: privat

An das Leben an der Grenze im Grenzkreis Meiningen erinnern am Donnerstag, 13. November, ab 18 Uhr, Anke Geier (Historikerin beim Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und Martin Montag (Herausgeber des Lexikons der innerdeutschen Grenze und Projektverantwortlicher im Projekt „Todesstreifen“ des Bürgerkomitees des Landes Thüringen e.V.) im Meininger Gemeindesaal St. Marien in der Mauergasse 22a. Nach einem Vortrag zur innerdeutschen Grenze und zu den Zwangsaussiedlungen 1952 und 1961 werden einzelne Grenzvorfälle im Kreis Meiningen vorgestellt. Anschließend besteht die Möglichkeit, über eigene Erlebnisse und Erinnerung zu berichten.

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Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Bürgerkomitee des Landes Thüringen e.V. durchgeführt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Auf dem Weg zum Welterbe

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe – Das Grüne Band in Thüringen“ der Stiftung Naturschutz Thüringen und des Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt. In dieser Reihe widmen sich zwischen September 2025 und Juni 2026 zahlreiche Veranstaltungen in Thüringen der Natur und Geschichte entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Zahlreiche Kooperationspartner aus der Erinnerungskultur und dem Naturschutz beteiligen sich mit eigenen Beiträgen. Ziel ist es, über den Welterbe-Prozess zu informieren und den Dialog zwischen Akteuren aus Naturschutz, Erinnerungskultur, Bildung und Tourismus zu fördern.

Seit Dezember 2023 steht das Grüne Band Deutschland auf der deutschen UNESCO-Vorschlagsliste. Eine Nominierung als gemischtes Welterbe, das Natur und Kultur verbindet, wird vorbereitet.