In Zella-Mehlis Drei-Felsen-Pfad bietet Ausblicke und mehr

Mit einem neuen Themenwanderweg erweitert der Erholungsort sein Angebot für Wanderer und Naturfreunde. Der 9,4 Kilometer lange Pfad ist der siebte.

An der Eröffnungswanderung auf dem Felsen-Pfad in Zella-Mehlis beteiligten sich zu Beginn dieser Woche viele Wanderfreunde. Foto: Stadtverwaltung Zella-Mehlis

Der neue Drei-Felsen-Pfad in Zella-Mehlis, der in einen Rundwanderweg von insgesamt 9,4 Kilometern integriert ist, ist zu Wochenbeginn von Bürgermeister Torsten Widder, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und interessierten Wander- und Naturfreunden, darunter auch Vertreter des Regionalverbunds Thüringer Wald, eingeweiht worden. Der Themenwanderweg ist der nunmehr siebte im anerkannten Erholungsort, teilt Stadtsprecherin Linda Münzel mit.

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„Der Pfad ist eine weitere Attraktion in unserem vielfältigen Wander- und Naturerlebnisangebot rund um Zella-Mehlis“, sagte Bürgermeister Torsten Widder zur Eröffnung. Er dankte dem Wanderwegewart Bernd Braband für die Idee und allen, die sich an der Umsetzung beteiligt haben. Ein Dank gilt auch dem Forstamt Oberhof mit Revierförster Thomas Noack, Holzkünstler Andreas Happ, der eine Bank für den Wanderweg gestaltete, dem Landratsamt Schmalkalden-Meiningen für die finanzielle Unterstützung und der Zella-Mehliser Bergwacht, die sich an der Eröffnung beteiligte.

Übung der Bergwacht

Anlässlich der Wanderung hat die Bergwacht Zella-Mehlis am Heinrichsbacher Stein eine Kletter- und Rettungsübung vorgeführt. Die Kameradinnen und Kameraden haben eindrücklich gezeigt, wie sie trainieren, was zum umfangreichen Aufgabengebiet der Bergwacht gehört und wie im Ernstfall ein Verletzter geborgen und transportiert würde.

Der Drei-Felsen-Pfad biete faszinierende Natur und gesunde Luft, ebenso wie herrliche Ausblicke, idyllische Waldabschnitte sowie den einen oder anderen Ort, der zum Verweilen, Staunen und Durchatmen einlade, so Widder weiter. „Der Staatlich anerkannte Erholungsort hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt, nicht nur als beliebter Wohnort, sondern auch als Tourismusstandort im Thüringer Wald. Mit einem gut ausgebauten Wanderwegenetz, thematischen Routen und vielen familienfreundlichen Angeboten laden wir Einheimische und Gäste gleichermaßen dazu ein, die Schönheit unserer Naturregion zu entdecken. Mit dem neuen Drei-Felsen-Pfad wird unser Anspruch weitergeführt: naturverbunden, gut begehbar und erlebnisreich“, fasste Bürgermeister Torsten Widder zusammen.

Der Ausgangspunkt für den Rundwanderweg ist der Sportplatz Alte Straße. Von dort geht es über den Stachelsrain, vorbei an der Schanzenanlage bis zum Naturlehrpfad, dem man etwa anderthalb Kilometer folgt. Über einen Abzweig steigt der Wanderer auf den Drei-Felsen-Pfad ein und gelangt auf der nun bevorstehenden zweieinhalb Kilometer langen Strecke zu drei herausragenden Felsen, die herrliche Aussichten über Zella-Mehlis und den Thüringer Wald bis hin zur Rhön bieten.

Bank lädt zum Verweilen ein

Der Heinrichsbacher Stein (750 Meter) ist ein Paradies für Kletterfreunde, dort reichen die Schwierigkeitsgrade von drei bis neun. Mutige Bergsteiger aus Zella-Mehlis haben an dieser 18 Meter hohen Wand schon im vergangenen Jahrhundert für ihre Bergtouren in den Alpen trainiert. Auf dem weiteren Wegverlauf erwartet die Wanderer eine geschnitzte Bank, die zum Verweilen und zu einer kleinen Pause einlädt. Die Anschaffung wurde ermöglicht durch eine Zuwendung aus Fördermitteln des Landkreises sowie die Aufstockung aus Kurbeitragsmitteln.

Anschließend geht es weiter und man erreicht den Kaltenbrunner Stein (849 Meter). Da der Fels etwas versteckt im dichten Wald liegt, ist zwar die Aussicht eingeschränkt, aber dennoch sorgt das Licht, das durch die Blätter der Bäume fällt, für eine ganz besondere Atmosphäre. Nach weiteren 200 Metern biegt man auf den Rennsteig-Dolmar-Weg ein und dann geht es weiter zum Gebrannten Stein (897 Meter). Man kann von hier zum Rennsteig und bis hin zur Hohen Rhön blicken.

Der Pfad schlängelt sich nun entlang des Kammes, bevor es zurück auf den Rennsteig-Dolmar-Weg geht. Zum Abschluss erwartet den Wanderer ein gemütlicher Teil. In der Bergbaude Veilchenbrunnen kann jeder einkehren. Abschließend führt der Weg über die Dammwiese zurück zum Ausgangspunkt. „Ob für den Wochenendausflug, den Aktivurlaub oder einfach für eine kurze Auszeit – auch dieser Weg ist ein echter Gewinn für alle, die Draußen-Lust verspüren“, lädt der Bürgermeister alle Interessierten ein, den neuen Themenwanderweg zu erkunden.