In Zella-Mehlis Bahn frei für 1000 Megabit pro Sekunde

Für den Glasfaserausbau in Suhl
  gibt es jetzt eine möglicherweise entscheidende neue Entwicklung. Auf Drängen der Stadt hat die Gewo ihre Wohnungen in der Innenstadt für Glasfaseranschlüsse freigegeben. Damit könnte die Freigabe zum Ausbau gegeben werden, auch wenn die Zielstellung von 33 Prozent nicht erreicht wird. In Zella-Mehlis ist man schon weiter – dort sind 150 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen.

Schnelles Netz auf Knopfdruck: Bürgermeister Torsten Widder und Senior Manager Uwe Rettner von der Deutschen Glasfaser schließen am Dienstag symbolisch die ersten Haushalte von Zella-Mehlis an das neue und superschnelle Glasfasernetz an. Foto: /Michael Bauroth

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hat die ersten Haushalte von Zella-Mehlis an das neue Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt sind es, nach Angaben der Stadt, rund 150. Die dortigen Anwohnerinnen und Anwohner können ab jetzt mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde surfen, telefonieren und streamen.

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Seit Mai 2023 baut die Deutsche Glasfaser das Netz in Zella-Mehlis, Benshausen sowie Ebertshausen aus. Im April 2022 hatte der Stadtrat beschlossen, dafür einem Kooperationsvertrag zuzustimmen. „Ich danke meinem Amtsvorgänger Richard Rossel dafür, dass Zella-Mehlis so in die digitale Zukunft starten konnte“, erklärte Bürgermeister Torsten Widder und würdigte zugleich die „gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Deutschen Glasfaser. Alle Einzelmaßnahmen wurden sehr gut und eng mit den Mitarbeitern der Verwaltung abgestimmt.“ Irina Herber, Projektmanagerin Bau von Deutsche Glasfaser, ergänzte: „Schritt für Schritt kommen wir voran und wir freuen uns, dass wir die ersten Hausanschlüsse in Zella-Mehlis aktivieren konnten.“ Mehr als 33 Prozent der Haushalte hatten sich für die Deutsche Glasfaser entschieden, sodass im April 2023 die drei Hauptverteiler gesetzt werden konnten. Im Mai begann der Tiefbau, der in der Kernstadt inzwischen fast abgeschlossen ist. In Benshausen und Ebertshausen sind die Tiefbauarbeiten laut Irina Herber „bereits zu rund 65 Prozent abgeschlossen. Sobald die Bauarbeiten vollständig beendet sind und die überregionale Glasfaseranbindung realisiert ist, werden auch hier die Anschlüsse aktiviert.“ Im nächsten Schritt werden nach und nach die vorgebauten Hausanschlüsse fertiggestellt, sodass alle Haushalte im Ausbaugebiet, die sich für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, im weiteren Verlauf aktiviert werden.

Die Deutsche Glasfaser baut in Zella-Mehlis, Benshausen und Ebertshausen FTTH-Glasfaserleitungen (Fiber To The Home), bei denen die Glasfaserkabel direkt und für volle Leistungsstärke ins Haus verlegt werden. „Ohne Glasfaser läuft in Zukunft nichts. Als Digital-Versorger der Regionen ist es unser Ziel, den flächendeckenden Glasfaserausbau voranzutreiben“, erklärte dazu Uwe Rettner, Senior Manager kommunale Kooperationen von Deutsche Glasfaser. Bürgermeister Torsten Widder wiederum betonte: „Nun ist mir noch sehr wichtig, dass auch die Gewerbegebiete schnell angeschlossen werden. In unserem Zeitalter sind schnelle Up- und Download-Möglichkeiten für die Unternehmen sehr wichtig. Das wollen wir ihnen am Standort Zella-Mehlis unbedingt bieten.“

Rückfragen sind möglich im Servicepunkt vor Ort (Zella-Mehlis, Bahnhofstraße 4) jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

Neue Entwicklung in Suhl

Für den Glasfaserausbau in Suhl
  gibt es jetzt eine möglicherweise entscheidende neue Entwicklung. Laut Senior Manager Uwe Rettner hat nun auch die GeWo Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Suhl auf Drängen der Stadt sowohl kurzfristig als auch „kurz vor Toresschluss“ ihre Wohnungen in der Innenstadt für Glasfaseranschlüsse freigegeben. Damit könne die Zahl der aktuell unterschriebenen Vorverträge von bisher knapp 2000 noch in den nächsten Tagen auf dann über 2000 gesteigert werden. Die von der Deutschen Glasfaser gesetzte Frist endet am Ende dieser Woche. Man gehe davon aus, so Rettner, dass man die Freigabe zum Ausbau in Suhl bekommen werde, auch wenn die Zielstellung von 33 Prozent nicht erreicht werde.