So hat man sich das in Wunsiedel nicht vorgestellt: Als am 14. September des vorigen Jahres in der Kreisstadt im Fichtelgebirge Bayerns größte Elektrolyse-Anlage eingeweiht wurde, da konnten die Vokabeln auch beim bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder gar nicht groß genug sein. Unter „Herzkammer Bayerns“ und „Champions League“ wollte er gar nicht erst anfangen. Mit einigem Recht sogar, denn die Anlage im Fichtelgebirge sollte den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer umweltverträglichen Energiegewinnung weisen. Mit Windkraft und Sonnenenergie sollte dort aus Wasser der Wasserstoff gewonnen werden – zuerst 1000 Tonnen im Jahr, dann schon bald das Doppelte. Nun ist ein halbes Jahr vergangen und es gibt noch kein einziges Kilo „grünen“ Wasserstoff aus Wunsiedel. Wie konnte das passieren?
Wasserstoff-Produktion Elektrolyse-Anlage steht still
Joachim Dankbar 15.02.2023 - 16:33 Uhr