In Schleusingen haben am Samstag, mithin am Abend vor dem Volkstrauertag, Rechtsextreme versucht, das Gedenken in eine Heldenverehrung der Wehrmachtssoldaten umzumünzen. Wie die Polizei dazu mitteilte, hatte eine Privatperson des rechten Spektrums den Aufzug (Foto links) mit anschließender Kundgebung angemeldet. „Um 17.20 Uhr begann die jährlich wiederkehrende Versammlung der rechten Szene am Schleusinger Bahnhof“, hieß es weiter in der Mitteilung. „Sie endete nach etwas mehr als eineinhalb Stunden mit knapp 90 Teilnehmern ohne Vorkommnisse am Schmuckplatz.“ Als Zeichen gegen den rechten Aufmarsch hatten die Evangelische Kirchgemeinde Schleusingen und das Schleusinger Bündnis „Nie wieder ist jetzt – Gemeinsam für Demokratie und Vielfalt“ zu einem ebenfalls angemeldeten stillen Protest vor der Kirche und einem anschließenden Friedensgebet in die Schleusinger Kreuzkirche eingeladen. Dabei zeigten die Gegendemonstranten mit Bannern und Schildern stumm ihren Protest (Foto rechts). Laut der polizeilichen Mitteilung folgten rund 60 Bürgerinnen und Bürger diesem Aufruf. „Gegen 19.50 Uhr beendete die Evangelische Kirchgemeinde ihre Aktionen.“ Zu beiden Aktionen führte die Landespolizeiinspektion Suhl einen „polizeilichen Sicherungseinsatz“ durch; ausschließlich mit Thüringer Einsatzkräften. Laut Polizei kam es während des Aufzuges zu geringen Verkehrsbehinderungen in Schleusingen.
In Schleusingen Rechter Aufzug und stiller Gegenprotest
Redaktion 17.11.2024 - 18:13 Uhr