Impression Depression Mit Virtual-Reality die Krankheit erleben

„Impression Depression“ – unter diesem Titel findet eine Virtual-Reality-Erfahrung für nicht von Depression Betroffene am Dienstag, 3. Februar, im Meininger Landratsamt statt.

Wie fühlt sich eine Depression an? Antworten darauf bietet die interaktive Veranstaltung. Foto: IMAGO/Zoonar

Nachdem der ursprünglich geplante Veranstaltungstermin am 26. November im vergangenen Jahr abgesagt werden musste, wird die interaktive Veranstaltung „Impression Depression“ nun am kommenden Dienstag, 3. Februar, im Landratsamt Schmalkalden-Meiningen nachgeholt. Wie fühlt sich eine Depression an? Antworten darauf bietet die interaktive Veranstaltung, die im Fachdienst Gesundheit zu Gast ist. Besucher erleben dort mithilfe moderner Virtual-Reality-Technik eindrucksvoll, wie sich das Leben mit einer Depression anfühlt – mit Symptomen wie Antriebslosigkeit, Grübelspiralen oder dem Gefühl völliger Ausweglosigkeit. Das Projekt wird vollständig durch die Robert-Enke-Stiftung umgesetzt und begleitet.

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So wirkt Depression

Die Veranstaltung setzt sich aus drei verschiedenen Phasen zusammen. Zuerst werden mithilfe eines Animationsfilms grundlegende Informationen zum Krankheitsbild vermittelt. Im zweiten Teil können die Teilnehmer mittels Bleiweste, Kopfhörer und VR-Brille virtuell die Wirkung einer Depression sinnlich erleben. Im dritten Teil ordnet ein offener Austausch der Veranstaltungsteilnehmer unter Beisein eines Experten das Erlebte ein und zeigt Wege der Prävention auf. Die Teilnahme an allen drei Phasen ist für alle verbindlich; die Teile können nicht einzeln oder unabhängig voneinander besucht werden.

Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an volljährige Besucher und Nicht-Betroffene. Menschen, die aktuell oder in der Vergangenheit an einer Depression erkrankt sind, sollten nicht teilnehmen, da die Erfahrung stark belastend sein kann. Vor Beginn ist daher eine Einverständniserklärung der Teilnehmenden erforderlich. Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Online-Anmeldung im Internet unter https://termin.lra-sm.de/select2?md=15 möglich. Pro Stunde können maximal zehn Personen teilnehmen. Folgende Zeitfenster stehen für die Anmeldung zur Verfügung: 9 bis 10 Uhr, 10 bis 11 Uhr, 11 bis 12 Uhr, Pause, 13 bis 14 Uhr, 14 bis 15 Uhr sowie 15 bis 16 Uhr. Interessierte, die bereits im November einen Termin gebucht hatten, bittet das Landratsamt um eine erneute Anmeldung beziehungsweise eine Terminbuchung unter dem entsprechenden Link.

Enke-Tod war Auslöser

Zum Hintergrund: Depression ist eine weit verbreitete, aber behandelbare, psychische Erkrankung. In Deutschland sind rund 4,5 Millionen Menschen betroffen. Am 10. November 2009 nahm sich der in Thüringen geborene, damals 32-jährige Nationaltorhüter Robert Enke in Folge einer langjährigen Depression das Leben – ein Schicksal, das bis heute aufrüttelt. Als Reaktion gründeten der Deutsche Fußballbund (DFB), Hannover 96 und die Deutsche Fußball Liga (DFL) die nach ihm benannte Robert-Enke-Stiftung. Sie setzt sich neben weiteren Aufgaben insbesondere für die Aufklärung über die Krankheit Depression in der Öffentlichkeit sowie für deren Erforschung und Behandlung ein.

Mit der Veranstaltung „Impression Depression – Eine Virtual-Reality-Erfahrung“ verfolgt die Stiftung das Ziel, Verständnis für die Erkrankung zu fördern, Vorurteile abzubauen und Nicht-Betroffene zu sensibilisieren. Seit 2019 tourt die Veranstaltung erfolgreich durch Deutschland. Veranstaltungsort: Landratsamt Schmalkalden-Meiningen, Haus 3 – Saal, Obertshäuser Platz 1, 98617 Meiningen.