Aktion in Neuhaus Vereinzelte Booster- und viele Erstimpfungen

Von Madlen Pfeifer 

Drei Stunden – von 15 bis 18 Uhr – sind für die erste freie Impfaktion in Neuhaus am Rennweg eingeplant gewesen. Ein Zeitfenster, das angesichts der vorm Kulturhaus Schlange stehenden Bürger nicht ausreicht. Geimpft wird so lange, bis jeder Wartende seine Dosis erhalten hat, bzw. die 600 Impfdosen an die Frauen und Männer gebracht sind.

Gabriele Soop (links) verabreicht Ellen Walther ihre Booster-Impfung. Foto: Carl-Heinz Zitzmann

Neuhaus am Rennweg - Zahlreiche Impfwillige sind am Mittwochnachmittag zur ersten freien Impfaktion in Neuhaus am Rennweg gekommen. Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen und der DRK Kreisverband Sonneberg haben zusammen mit dem Landkreis und der Stadt dazu aufgerufen. Die Möglichkeit, sich ohne großen bürokratischen Aufwand und ohne Termin im Kulturhaus eine Coronavirus-Schutzimpfung abzuholen, hat etwa auch Lilly Kießlinger aus Gräfenthal genutzt. Angesichts der doch immer schlimmer werdenden Pandemie-Situation und auch um sich ein Stück weit Freiheit zurückzuholen, hat sich die 16-Jährige ihre Erstimpfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson verabreichen lassen. Für den, sagt Gabriele Soop (links im rechten Bild) vom gut zehnköpfigen DRK-Helferteam, würden sich doch die meisten derer entscheiden, die den ersten Piks zum Schutz vor dem Virus bekommen. Wohl weil anders als beim zweiten zur Auswahl stehenden Impfstoff von Biontech nur eine Impfung für den vollständigen Impfschutz nötig ist. Soops Zwischenbilanz um 16.30 Uhr nach anderthalb Stunden: „Viele wollen ihre erste Impfung haben, einzelne ihre Booster-Impfung.“ So wie Ellen Walther (rechts im rechten Bild) aus Buchbach bei Gräfenthal, die aufgrund der Nähe ihren Termin in der kommenden Woche in Sonneberg gecancelt hat und lieber zur Aktion nach Neuhaus gekommen ist. Auch wenn damit eine für viele Impfbereite wohl stundenlange Wartezeit im Regen verbunden ist. Schon um 11 Uhr seien die ersten Leute da gewesen, die man mit Blick auf den für 15 Uhr anvisierten Impfstart wieder in ihre Autos geschickt habe, sagt der Neuhäuser Bürgermeister Uwe Scheler. Um 14 Uhr – beim Eintreffen des Impfteams bestehend aus DRKlern, zwei Ärzten und abermals der ehemaligen Landrätin Christine Zitzmann – habe die Warteschlange dann schon vom Eingang des Kulturhauses bis zum Marktbereich gereicht. Für Mandy Zander (Mitte) vom DRK-Team jedenfalls steht beim Anblick der zahlreichen Impfwilligen fest: „Bis 18 Uhr werden wir das definitiv nicht schaffen.“ Alle, die anstehen, sollen ihre Impfung bekommen. Um die 600 Impfdosen habe man dabei. Wenn es nach Bürgermeister Scheler geht, soll die erste Impfaktion in Neuhaus nicht die letzte gewesen sein.

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